Mutterwölfin des Cuxhavener Rudels erschossen

Mutterwölfin des Cuxhavener Rudels erschossen

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14.11.2016 Die Wölfin, die unlängst im Territorium des Cuxhavener Rudels totgeschossen aufgefunden worden war, ist offenbar die Mutterwölfin. Die genetische Analyse ist noch nicht beendet. Das Cuxhavener Rudel hatte sich im Jahr 2014 aus einer Wölfin des Altengrabower Rudels und einem Rüden aus dem Munsterrudel gebildet. In diesem Sommer wurden drei Welpen nachgewiesen. Das Rudel befindet sich weit entfernt vom nächsten Wolfsvorkommen in Niedersachsen. Es hat wiederholt für unliebsame Schlagzeilen gesorgt, weil es sich mehrmals an Rindern vergriffen hat. Insgesamt gehen mittlerweile 13 Rinder auf sein Konto, meist Kälber, aber auch Jungrinder um 150 kg und erst neuerdings auch eine

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Wolfsnachweis im Unterallgäu

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08.11.2016 Am 08.11.2016 wurde im südwestlichen Landkreis Unterallgäu ein Wolf von einer automatischen Kamera fotografiert. Mögliche Speichelspuren des Tieres konnten in der Nähe der Kamera an einem offensichtlich erbeuteten Reh sichergestellt werden. Erste Ergebnisse der genetischen Auswertung der Speichelspuren sind in ca. 14 Tagen zu erwarten.  

Sachsen: Landrat will ein Wolfsrudel eliminieren

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07.10.2017 Das Rosenthalrudel in Sachsen hat wieder mal zugeschlagen. Nach einem Übergriff bei Ralbitz mit drei getöteten Schafen am 04.10. wurden in den zwei folgenden Nächten bei ein und demselben Tierhalter nahe Cunnewitz weitere 29 Schafe gerissen. In allen drei Fällen wurden 140 cm hohe Festzäune von Wölfen überwunden. Als anerkannter Mindestschutz gelten 120 cm Höhe. Die betroffenen Tierhalter haben deshalb Anspruch auf Schadensausgleich. Das Rosenthalrudel ist schon früher wiederholt aufgefallen. Im Vorjahr haben Tiere dieses Rudels mehrmals 120 cm hohe Festzäune überwunden. Die Übergriffe hörten auf, als zusätzlich Flatterband in 130 – 140 cm Höhe gespannt wurde. Grundsätzlich bleibt allerdings festzustellen,

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Sachsen: überfahrener Welpe war beschossen worden

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20.10.2016 Ein junger Wolf, der im Landkreis Bautzen von einem Auto angefahren worden war, ist vom Tierarzt wegen Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen eingeschläfert worden. Eine nähere Untersuchung ergab, dass der Wolf bereits als kleines Jungtier beschossen worden war. Das Landratsamt will deshalb Anzeige erstatten. Bereits am 15.10. war ein erwachsener männlicher Wolf im Kreis Bautzen gefunden worden. Das Tier war offenbar an Auszehrung gestorben. Auch dieser Wolf ist zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin verbracht worden.  

Hundearbeit im Wolfsgebiet

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19.10.2016 Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet. Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf. Der Leitfaden steht im Internet zum Herunterladen bereit (www.jagdverband.de) und kann in Einzelexemplaren kostenlos über die DJV-Geschäftsstelle bezogen werden.

Hessen: Prüfung für Herdenschutzhunde

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13.10.2016 Der Verein für arbeitende Herdenschutzhunde e.V. (VAH) hat am 09.10.2016 in Gießen in Mittelhessen und am 11.10.2016 im Amt Neuhaus in Niedersachsen je eine Arbeitstauglichkeitsprüfung und Zertifizierung von arbeitenden Herdenschutzhunden an Nutztieren durchgeführt. Die Hunde wurden in den Schäfereien von Mati Abel (Beuern) und Klaus Seebürger (Preten) den Prüfern vorgeführt. Neben der Bindung an die Herde (Sozialisierung), lagen weitere Prüfungsschwerpunkte in Zaunsicherheit, Territorialverhalten, Verteidigungsbereitschaft und geringstmöglicher Aggression gegenüber Menschen. Alle vorgeführten Hunde haben die Prüfung bestanden. Im Anschluss fand in Beuern noch eine Infoveranstaltung mit Vortrag statt, die ebenfalls gut besucht war. Damit hat der VAH e.V., wie bereits

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Seminar der Heinrich-Böll-Stiftung in Bad Bevensen

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10.10.2016 Ein ganzes Wochenende haben 24 Stipendiaten der Heinrich-Böll-Stiftung in Bad Bevensen verbracht, um sich über Wölfe zu informieren. Die Teilnehmer/innen kamen aus den unterschiedlichsten Ausbildungsrichtungen – Philosophie, Human- und Tiermedizin, Forstwissenschaft etc. – die einzige Gemeinsamkeit war das Interesse an Wölfen. Und das war enorm. Das Seminar begann mit einer Einführung am Freitagabend und Sebastians Koerners Film „Wie Wölfe wirklich sind“, am Samstag folgte die Fortsetzung mit den Themen „Perspektiven in Deutschland“, „Wie gefährlich sind Wölfe“ und „Wölfe, Wild und Jagd.“ Für den Nachmittag hatte Theo Grüntjens auf dem Gelände von Rheinmetall eine Exkursion organisiert, bei der die Teilnehmer

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Tschechien: mindestens zwei Wolfsrudel

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22.09.2016 Warum gibt es eigentlich keine Wölfe in der Tschechischen Republik? Es gibt! Miroslav Kutal von Hnuti DUHA Olomouc (Friends of the Earth Czech Republic) berichtet von zwei bestätigten Rudeln – eins bei Doksy, ein weiteres bei Adrspach. Außerdem gebe es Wölfe bei Bozi Dar (Karlsbad), bei Rumburk und bei Vsetin, deren Status (Paare, Rudel oder Einzeltiere) sei jedoch unklar. Die Vorkommen Doksy, Rumburk und Bozi Dar liegen nahe des sächsischen Vorkommens. Es scheint so, als breite sich die zentraleuropäische Population nun in südlicher Richtung ins Nachbarland Tschechien aus. uw

Bayern: ortsfester Wolf auf Grafenwöhr

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23.09.2016 Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist offenbar ein Wolf sesshaft geworden. Nach mehreren Einzelbeobachtungen und Hinweisen in den vergangenen Monaten hat er sich nun auf einer Wildkamera ablichten lassen. Über Geschlecht und Herkunft des Tieres ist noch nichts bekannt. An den TÜP Grafenwöhr knüpfen die Wolfsfreunde hohe Erwartungen. Das Areal ist mit 22.600 ha etwa so groß wie ein durchschnittliches Rudelterritorium. Es beherbergt einen sehr hohen Bestand an Rotwild, daneben reichlich Wildschweine und Rehe. Kranich, Fisch- und Seeadler und der Schwarzstorch brüten hier, Naturschützer sind beeindruckt davon, was vom Forstbetrieb zur Biotopverbesserung geleistet wird. Man kann dem Wolf nur wünschen,

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Norwegen: drastische Beschränkung der Wölfe – und hohe Gefängnisstrafen für Wilderer

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17.09. 2016 In Norwegen ist eine drastische Abschussquote für Wölfe beschlossen worden. Der Grund: Die Zielgröße der Population ist überschritten. Diese „Zielgröße“ liegt bei vier bis sechs „Reproduktionen“ (also Wolfsrudeln bzw. Familien mit Jungtieren) pro Jahr, aber nicht mehr als drei davon komplett im Land. Dabei werden Rudel, die im Land leben, mit dem Faktor 1 gezählt, Rudel im Grenzgebiet zu Schweden mit 0,5. Mit drei reproduzierenden Rudeln im Lande plus ein bis drei Grenzrudeln ist also das Limit erreicht. Rechnet man zehn Wölfe pro Rudel (eine übliche Faustzahl in Skandinavien), so sieht Norwegen also die Obergrenze bei 35 –

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Schweiz: Schutzhunde sind wirkungsvoller als Abschuss

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09.09.2016 Herdenschutzhunde und visuelle Abschreckungen wie Flatterbänder halten gemäß einer Studie Wölfe von Schafen und anderen Nutztieren fern. Abschüsse von Raubtieren zeigen hingegen nicht immer die gewünschte Wirkung. Die Forscher stellten anhand von zwölf Studien aus Amerika und Europa fest, dass Nutztiere am besten durch Herdenschutzhunde und visuelle Abschreckungen vor Raubtieren wie Wolf, Bär, Kojote oder Luchs geschützt werden. In 80 Prozent der untersuchten Fälle kamen danach weniger Nutztiere zu Schaden. Weniger Wirkung zeigten Abschüsse, Giftköder und andere tödliche Methoden: Nur in 29 Prozent der untersuchten Fälle wurden weniger Nutztierschäden durch Raubtiere festgestellt. Das zeigt die im Fachjournal „Frontiers in

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Schweiz: fünfte Generation im Calandarudel

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24.08.2016 Das einzige Wolfsrudel der Schweiz, das bekannte Calandarudel im Grenzraum der Kantone St. Gallen und Graubünden, zieht zum fünften Mal in Folge Welpen auf. Sechs Jungtiere sind auf dem schwach belichteten Bild einer Wildkamera zu erkennen. Die Calandawölfe haben sich im Winter wiederholt in der Nähe von Siedlungen gezeigt. Dort stellen sie dem Rotwild nach, das bei Schneelage die Täler aufsucht und dabei nahe der Dörfer bleibt, wo man es am hellen Tag und nur wenig scheu beobachten kann. Die geringe Scheu hängt mit der kurzen Jagdzeit der Schweizerischen Patentjagd zusammen. Sie dauert nur drei Wochen im September, den Rest

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Österreich: Erstmals Jungwölfe

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25.08.2016 Finally – endlich! Schreibt Jörg Rauer aus Wien in einer mail, die soeben bei mir angekommen ist. Eine Fotofalle hat auf dem Truppenübungsplatz Allentstein vier Welpen in Begleitung eines Altwolfes festgehalten. Der Übungsplatz liegt bei Zwettl im Waldviertel, nicht weit von der Grenze zur Tschechischen Republik. Es ist die erste bestätigte Wolfsreproduktion im Alpenstaat seit über hundert Jahren.  

Schleswig-Holstein: Wolfsmanagement überarbeitet

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15.08.2016 Gemeinsam mit Schafhaltern, Jägern und Tierschützern hat das Umweltministerium das Wolfsmanagement für Schleswig-Holstein überarbeitet. Unter anderem rückt das Ministerium von einer angedachten Einzäunungspflicht für Schaf- und Ziegenherden ab. Jetzt sollen vielmehr Vergrämungsmaßnahmen erforscht werden. Das überarbeitete Wolfsmanagement sieht auch vor, die Zahl der ehrenamtlichen Wolfsbetreuer deutlich aufzustocken – von bisher 40 auf 70 Personen. Damit kann dann auch das Wolfs-Monitoring verbessert werden. Bisher gibt es in Schleswig-Holstein nur einzelne durchziehende Wölfe.

Deutsch-westpolnische Flachlandpopulation: 90 Rudel?

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20.08.2016 Die polnische Naturschutzorganisation Wolf schätzt den Wolfsbestand zum Ende des Beobachtungsjahres 2015/16 westlich der Weichsel auf insgesamt 43 Rudel und zehn Wolfspaare oder Gruppen. Bei Paaren und Gruppen sei unklar, ob es Welpen gegeben hat. Das teilte der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) mit. Damit ist die Zahl der betätigten Rudel seit dem Vorjahr (33) um mindestens zehn gestiegen. Im deutschen Teil dieser Population steht die Auswertung der Monitoringergebnisse kurz vor dem Abschluss. Nach eigenen Recherchen sind es gegenwärtig 47 Rudel und sieben Paare. Vor einem Jahr waren es 37 Rudel. Von 37 auf 47 in Deutschland, von 33 auf 43

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