Sachsen: Elektro-Zaun mit Flatterband hilft

Sachsen: Elektro-Zaun mit Flatterband hilft

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22.11.2016 Immer wieder gibt es Wölfe oder sogar ganze Rudel, die einem die Stimmung verhageln. In Sachsen sind es die Wölfe von Rosenthal. Schon im Vorjahr war dieses Rudel dadurch aufgefallen, dass es Festzäune überwand, die als relativ „wolfssicher“ galten. Flatterband in 120 – 140 cm Höhe genügte jedoch, um das Rudel fortan auf Distanz zu halten. Im Herbst 2016 wiederholte sich das Dilemma. Zehnmal sprangen Tiere dieses Rudels über Festzäune. Der Landrat des Kreises Bautzen, Michael Harig stellte den Antrag, das gesamte Rudel abzuschießen. Das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz hat zu diesen Vorfällen nun ausgiebig Stellung genommen. Hier auszugsweise die

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Bayern: Wolfshinweise nehmen zu

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22.12.2016 Der Wolf, der im Unterallgäu bei Memmingen durch Genanalysen an einem gerissenen Reh nachgewiesen wurde, hat offenbar kurz danach Wild in einem Gehege gerissen. Der genetische Nachweis liegt jedoch noch nicht vor. Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr soll der dort bestätigte Rüde inzwischen in Begleitung eines zweiten Wolfes gesehen worden sein. Im Bayerischen Wald, wo bisher ein ortsfester Rüde im Bereich des Nationalparks bestätigt war, sind weitere Einzelwölfe nachgewiesen, darunter ein weiblicher Wolf.  

Status November 2016: über 500 Wölfe

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28.11.2016 So schnell geht das mit den Wölfen. Am 20.09. waren nach meiner Kenntnis 47 Rudel im Bundesgebiet bestätigt und ich hatte spekuliert, dass vielleicht bald noch ein paar mehr gefunden werden. Dann wäre das halbe Hundert überschritten. Mit meinen aktuellen Recherchen komme ich jetzt, Ende November, auf 60 Rudel. Am 23.09. meldete das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 46 Rudel, dazu 15 territoriale Paare und drei Einzelwölfe. Das ist kein Widerspruch. Denn das BfN bezog sich auf den Stand zum Ende des vergangenen Monitoringjahres, das ist der 30. April 2016. Von den territorialen Paaren zu Jahresbeginn haben einige im Frühjahr

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Sachsen: das Rosenthalrudel – immer wieder!

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06.11.2016 Das Rosenthalrudel in Sachsen stellt das Wolfsmanagement auf eine harte Probe. Nach den Übergriffen bei Cunnewitz am 05. und 06.10. mit insgesamt 32 getöteten Schafen sind nun einen Monat später, am 06.11., beim selben Schafhalter wieder sieben Schafe getötet und eins verletzt worden. In allen Fällen hatte der Schafhalter seine Tiere durch Festzäune von 140 cm Höhe geschützt. Diesmal war der Festzaun 135 – 150 cm hoch. Zusätzlich war eine Breitbandlitze gespannt, die aber auf dem Zaun auflag, d.h. keine zusätzliche optische Erhöhung des Hindernisses bedeutete. In einer Presseerklärung weist das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz nachdrücklich darauf hin, dass die

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Niederlande: Wolfsbesuch aus Ueckermünde

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12.11.2016 Ein Wolf, der Anfang September in den Niederlanden bei Beuningen (Overijssel) gesehen wurde, stammt aus dem Ueckermünder Rudel in Mecklenburg-Vorpommern. Das hat eine genetische Probe ergeben. Das Tier hat ca. 600 Kilometer zurückgelegt, bevor es in den Niederlanden angekommen war. Der Verbleib der Wölfin ist unbekannt.  

Brandenburg: Bauernbund will „Problemwölfe“ abschießen lassen

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11.11.2016 In Brandenburg sind die wolfsbedingten Verluste an Weidetieren gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Bis Oktober waren es 142 Schafe und 20 Kälber, gegenüber nur 97 Tieren im Jahr 2015. Das ist eigentlich nicht erstaunlich; denn auch die Wölfe haben an Zahl zugenommen. Derzeit sind es wahrscheinlich 21 Rudel – doppelt so viele wie vor Jahresfrist. Reinhard Jung, Chef des Bauernbunds, will das nicht länger hinnehmen. Er meint, das Land müsse den Abschuss von „Problemwölfen“ erlauben – und das seien „Wölfe, die sich einer Weide auf weniger als 1000 Meter nähern.“ Wenn schon Zahlen, dann diese: 97 Tiere im Jahr

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Mutterwölfin des Cuxhavener Rudels erschossen

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14.11.2016 Die Wölfin, die unlängst im Territorium des Cuxhavener Rudels totgeschossen aufgefunden worden war, ist offenbar die Mutterwölfin. Die genetische Analyse ist noch nicht beendet. Das Cuxhavener Rudel hatte sich im Jahr 2014 aus einer Wölfin des Altengrabower Rudels und einem Rüden aus dem Munsterrudel gebildet. In diesem Sommer wurden drei Welpen nachgewiesen. Das Rudel befindet sich weit entfernt vom nächsten Wolfsvorkommen in Niedersachsen. Es hat wiederholt für unliebsame Schlagzeilen gesorgt, weil es sich mehrmals an Rindern vergriffen hat. Insgesamt gehen mittlerweile 13 Rinder auf sein Konto, meist Kälber, aber auch Jungrinder um 150 kg und erst neuerdings auch eine

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Wolfsnachweis im Unterallgäu

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08.11.2016 Am 08.11.2016 wurde im südwestlichen Landkreis Unterallgäu ein Wolf von einer automatischen Kamera fotografiert. Mögliche Speichelspuren des Tieres konnten in der Nähe der Kamera an einem offensichtlich erbeuteten Reh sichergestellt werden. Erste Ergebnisse der genetischen Auswertung der Speichelspuren sind in ca. 14 Tagen zu erwarten.  

Sachsen: Landrat will ein Wolfsrudel eliminieren

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07.10.2017 Das Rosenthalrudel in Sachsen hat wieder mal zugeschlagen. Nach einem Übergriff bei Ralbitz mit drei getöteten Schafen am 04.10. wurden in den zwei folgenden Nächten bei ein und demselben Tierhalter nahe Cunnewitz weitere 29 Schafe gerissen. In allen drei Fällen wurden 140 cm hohe Festzäune von Wölfen überwunden. Als anerkannter Mindestschutz gelten 120 cm Höhe. Die betroffenen Tierhalter haben deshalb Anspruch auf Schadensausgleich. Das Rosenthalrudel ist schon früher wiederholt aufgefallen. Im Vorjahr haben Tiere dieses Rudels mehrmals 120 cm hohe Festzäune überwunden. Die Übergriffe hörten auf, als zusätzlich Flatterband in 130 – 140 cm Höhe gespannt wurde. Grundsätzlich bleibt allerdings festzustellen,

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Sachsen: überfahrener Welpe war beschossen worden

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20.10.2016 Ein junger Wolf, der im Landkreis Bautzen von einem Auto angefahren worden war, ist vom Tierarzt wegen Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen eingeschläfert worden. Eine nähere Untersuchung ergab, dass der Wolf bereits als kleines Jungtier beschossen worden war. Das Landratsamt will deshalb Anzeige erstatten. Bereits am 15.10. war ein erwachsener männlicher Wolf im Kreis Bautzen gefunden worden. Das Tier war offenbar an Auszehrung gestorben. Auch dieser Wolf ist zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin verbracht worden.  

Hundearbeit im Wolfsgebiet

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19.10.2016 Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet. Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf. Der Leitfaden steht im Internet zum Herunterladen bereit (www.jagdverband.de) und kann in Einzelexemplaren kostenlos über die DJV-Geschäftsstelle bezogen werden.

Hessen: Prüfung für Herdenschutzhunde

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13.10.2016 Der Verein für arbeitende Herdenschutzhunde e.V. (VAH) hat am 09.10.2016 in Gießen in Mittelhessen und am 11.10.2016 im Amt Neuhaus in Niedersachsen je eine Arbeitstauglichkeitsprüfung und Zertifizierung von arbeitenden Herdenschutzhunden an Nutztieren durchgeführt. Die Hunde wurden in den Schäfereien von Mati Abel (Beuern) und Klaus Seebürger (Preten) den Prüfern vorgeführt. Neben der Bindung an die Herde (Sozialisierung), lagen weitere Prüfungsschwerpunkte in Zaunsicherheit, Territorialverhalten, Verteidigungsbereitschaft und geringstmöglicher Aggression gegenüber Menschen. Alle vorgeführten Hunde haben die Prüfung bestanden. Im Anschluss fand in Beuern noch eine Infoveranstaltung mit Vortrag statt, die ebenfalls gut besucht war. Damit hat der VAH e.V., wie bereits

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Seminar der Heinrich-Böll-Stiftung in Bad Bevensen

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10.10.2016 Ein ganzes Wochenende haben 24 Stipendiaten der Heinrich-Böll-Stiftung in Bad Bevensen verbracht, um sich über Wölfe zu informieren. Die Teilnehmer/innen kamen aus den unterschiedlichsten Ausbildungsrichtungen – Philosophie, Human- und Tiermedizin, Forstwissenschaft etc. – die einzige Gemeinsamkeit war das Interesse an Wölfen. Und das war enorm. Das Seminar begann mit einer Einführung am Freitagabend und Sebastians Koerners Film „Wie Wölfe wirklich sind“, am Samstag folgte die Fortsetzung mit den Themen „Perspektiven in Deutschland“, „Wie gefährlich sind Wölfe“ und „Wölfe, Wild und Jagd.“ Für den Nachmittag hatte Theo Grüntjens auf dem Gelände von Rheinmetall eine Exkursion organisiert, bei der die Teilnehmer

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Tschechien: mindestens zwei Wolfsrudel

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22.09.2016 Warum gibt es eigentlich keine Wölfe in der Tschechischen Republik? Es gibt! Miroslav Kutal von Hnuti DUHA Olomouc (Friends of the Earth Czech Republic) berichtet von zwei bestätigten Rudeln – eins bei Doksy, ein weiteres bei Adrspach. Außerdem gebe es Wölfe bei Bozi Dar (Karlsbad), bei Rumburk und bei Vsetin, deren Status (Paare, Rudel oder Einzeltiere) sei jedoch unklar. Die Vorkommen Doksy, Rumburk und Bozi Dar liegen nahe des sächsischen Vorkommens. Es scheint so, als breite sich die zentraleuropäische Population nun in südlicher Richtung ins Nachbarland Tschechien aus. uw

Bayern: ortsfester Wolf auf Grafenwöhr

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23.09.2016 Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist offenbar ein Wolf sesshaft geworden. Nach mehreren Einzelbeobachtungen und Hinweisen in den vergangenen Monaten hat er sich nun auf einer Wildkamera ablichten lassen. Über Geschlecht und Herkunft des Tieres ist noch nichts bekannt. An den TÜP Grafenwöhr knüpfen die Wolfsfreunde hohe Erwartungen. Das Areal ist mit 22.600 ha etwa so groß wie ein durchschnittliches Rudelterritorium. Es beherbergt einen sehr hohen Bestand an Rotwild, daneben reichlich Wildschweine und Rehe. Kranich, Fisch- und Seeadler und der Schwarzstorch brüten hier, Naturschützer sind beeindruckt davon, was vom Forstbetrieb zur Biotopverbesserung geleistet wird. Man kann dem Wolf nur wünschen,

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