Skandalöse Zustände in der Almwirtschaft von Südtirol

Skandalöse Zustände in der Almwirtschaft von Südtirol

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27.12.2018 In der Südtiroler Tageszeitung vom 27.12.2018 berichtet Erna Egger über Betrügereien in der Südtiroler Almwirtschaft, die von der Forststation Sterzing aufgedeckt worden sind. Die Erhebungen umfassen 800 Seiten. Es geht um hunderttausende Euro und um Straftaten, die nach italienischen Recht mit bis zu sechs Jahren Haft belegt sind. Rund ein Dutzend Bauern stehen im Fokus der Staatsanwaltschaft.   Der Hintergrund: Im Pfitschtal haben ortsansässige Bauern ihre Almweideflächen an ortsfremde, meist norditalienische Großbauern verpachtet. Die treiben aber gar keine eigenen Tiere auf, sondern kassieren fette EU-Beiträge, weil sie über die Pachtverträge beweidete Flächen nachweisen können. Die Großbetriebe verfügen über historisch

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Was sonst noch geschah

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07.01.2019 Bei Baiersbronn im Schwarzwald, Baden-Württemberg, ist am 24.11. ein Wolf auf zwei Wildkameras aufgenommen worden. Zunächst hieß es, damit sei ein zweiter Wolf im Schwarzwald nachgewiesen. Das war eine Datenpanne, die rasch geklärt wurde. Nach wie vor gibt es im Schwarzwald sichere Nachweise nur für einen Wolf. In Bayern hat ein Jäger das gesamte Veldensteiner Rudel in einer Nachtaufnahme mit seinem Smartphone gefilmt. Es sind sechs Wölfe. Bisher waren nur zwei Welpen bestätigt. Das Rudel hat also vier Welpen. Die Süddeutsche Zeitung widmete der Geschichte eine halbe Seite mit dem Interview des Jägers. Das Rudel im Nationalpark Bayerischer Wald

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Biosphere Expeditions: Ergebnisse Niedersachsen 2017

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26.12.2018 Hier einige Auszüge aus dem umfangreichen Bericht Zeitraum 17. Juni bis 21. Juli 2017 in vier einwöchigen Gruppen von max. 12 Teammitgliedern, organisatorisch unterstützt vom Wolfsbüro Niedersachsen und einigen lokalen Wolfsberatern. Vorausgegangen war ein zweitägiger Einführungskurs. Schwerpunkt: Wolfshinweise finden, insbesondere Losungen für DNA-Beprobung und Nahrungsanalysen. Geländebegehungen ausschließlich auf öffentlichen Wegen. 25 Zellen von jeweils 10×10 km des EU-Gitternetzes wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad untersucht (insgesamt 1.133 km). Alle Rasterzellen wurden mehrfach besucht, so dass sie insgesamt 52mal abgedeckt wurden. Gesammelt wurden 76 Wolfslosungen. 33 wurden genetisch untersucht, 75 Losungen befinden sich noch im Labor. 22 (29%) der

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Niedersachsens Jägerpräsident zum Fall Steinfeld

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27.12.2018 Nachdem schon der Umweltminister mit seinen Kommentaren zum „Fall Steinfeld“ – wo angeblich ein Arbeiter von einem Wolf gebissen worden war – nicht eben positiv oder sachkundig aufgefallen war, hat sich nun auch der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen Helmut Dammann-Tamke zu Wort gemeldet. Die Stader Kreiszeitung gibt ihm am 10.12.2018 reichlich Raum, seine Ansichten zu dem Fall auszubreiten. Der Jägerpräsident nutzt die Gelegenheit zu einem Rundumschlag gegen das Institut Senckenberg. Das ist eine unfassbare Diffamierung und üble Nachrede, und dazu auf fachlich äußerst dünnem Niveau. Herr Dammann-Tamke ist mit dem Ergebnis der genetischen Analyse („Wolf nicht nachweisbar“) offensichtlich nicht

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Schweden: Illegale Wolfsjagd nimmt zu

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24.12.2018 Durch illegale Abschüsse kommen in Schweden derzeit mehr Wölfe ums Leben als durch irgendeine andere dokumentierte Ursache. Ein aktueller Bericht der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität (SLU) legt dar, dass der Wolfsbestand dadurch aktuell um 20 Prozent im Jahr reduziert wird. Der Bericht über die Erfassung des Wolfsbestandes für die Saison 2017/2018 berechnet ungefähr 305 Individuen im Land. Für diesen Erfassungszeitraum werden 48 getötete Wölfe ausgewiesen. Die Todesursachen sind Quotenjagd, Schutzjagd, Verkehrsunfälle oder sonstige Ursachen. Dabei handelt es sich lt. Olof Liberg, Wolfsforscher und Dozent an der SLU, um dokumentierte Fälle, bei denen jeweils auch die Kadaver der toten Wölfe vorlagen. Außerdem

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Der Kongress tanzt in Wartaweil

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10.11.2018 Der Bund Naturschutz Bayern und die Gregor Louisoder Umweltstiftung hatten am 10./11.11.zu einem zweitägigen Herdenschutz-Symposium nach Wartaweil am Ammersee eingeladen. Das Haus war voll. Die Teilnehmer erlebten einen überaus anregenden Gedankenaustausch in konstruktiver Atmosphäre. Die Veranstalter hatten eine glückliche Hand bei der Auswahl der Fachreferenten (und mit Franziska Baur eine straffe Hand bei der Kontrolle des zeitlichen Ablaufs). Es stellte sich auch rasch eine Stimmung ein, die bei Wolfsveranstaltungen nicht selbstverständlich ist; denn natürlich polarisiert der Wolf, und die Meinungen können hart und unversöhnlich aufeinanderprallen. Mir wurde wieder einmal klar, was wir in den zahllosen Arbeitsgesprächen zum Wolfsmanagement in

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Aktuell hundert Wolfsrudel?

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06.11.2018 Noch ist es nicht offiziell: Ende April 2018 waren im Bundesgebiet 73 Rudel, 29 territoriale Paare und drei ortsfeste Einzelwölfe bestätigt. Einige Paare werden noch in die Kategorie Rudel rücken, nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass sie von Jährlingen begleitet werden (also vorher Welpen aufgezogen haben müssen). Der Schlüssel dazu ist die Genetik. Bei der tieferen Analyse der Monitoringdaten kommt dieser Methode eine immer größere Bedeutung zu. Und je mehr Wölfe es werden, desto mehr werden genetische Analysen die konventionellen Beobachtungsmethoden ergänzen. Aber 73 Rudel – das war „gestern.“ Immer wieder muss man daran erinnern, dass dies der Stand

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Es geht auch friedlich

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02.10.2018 Die baden-württembergischen Grünen hatten mich nach Niederreichenbach bei Calw eingeladen zu einer Podiumsdiskussion über Wölfe. Dort hatte der gegenwärtig einzige bestätigte Wolf am 01.05. eine ungeschützte Schafherde angegriffen. 44 Schafe waren auf der Strecke geblieben. Den Saal füllten etwa zweihundert Teilnehmer bis auf den letzten Platz. Eine heiße Kiste, dachte ich mir. Und es ging auch so los, wie man sich das vorstellt: Ich stellte mit einem Kurzvortrag die Situation in Deutschland dar, räumte Fakenews beiseite (Hybriden! Problemwölfe! Millionenschäden! Kulturlandschaft durch Wölfe in Gefahr – und so weiter), bekam viel freundlichen Beifall, aber dann stellte sich Harald Bauer auf.

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Der Wolf im Bundesrat

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11.10.2018 Die Länder Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg haben am 11.10. eine „Bundesratsinitiative Wolf“ eingebracht. Der Entschließungsantrag (Drucksache 481/18) umfasst zehn Punkte. Es geht da ziemlich durcheinander, dem Antrag fehlt eine klare Struktur. Gleich im ersten „Punkt“ geht es mit der Sicherheit des Menschen, mit der Weidetierhaltung, mit einem nationalen Wolfskonzept und „lokal bzw. regional bestandsregulierenden Maßnahmen“ munter drunter und drüber. Wer sich für den Inhalt interessiert, möge ihn bitte selber lesen. Der Freundeskreis freilebender Wölfe e. V. hat eine sechsseitige Stellungnahme verfasst, womit er dem Antrag mehr Ehre antut als er verdient, sich auch viel zu sehr in kleinlichen Kostenüberlegungen

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Vierzig auf einen Streich

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13.10.2018 Mindestens vierzig Schafe sind anfangs der Woche von Wölfen des Daubaner Rudels in Sachsen gerissen worden. Noch einmal so viele haben sich in alle Himmelsrichtungen verstreut. Die näheren Umstände sind noch nicht geklärt. Dennoch will das Landratsamt Görlitz eine Abschussgenehmigung prüfen. Es spreche „wohl nichts“ dagegen, meint der Umweltminister. In einem der Fernsehfilme, die Sebastian Koerner über die Lausitzer Wölfe gedreht hat, ist eine Szene enthalten, in der ein Wolf am Zaun einer Schafweide entlang läuft. Die Schafe schauen ihm mäßig aufmerksam zu. Von Beunruhigung oder gar Panik keine Spur. Der Wolf würdigt die Schafe keines Blicks. Man scheint

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Endlich: Grünes Licht für Soft Catch Falle!

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04.10.2018 Künftig dürfen Wölfe für Forschungszwecke nicht nur mit der Belislefalle, sondern auch mit der Soft Catch Falle gefangen werden. Dieser Fallentyp beruht auf dem Tellereisenprinzip und galt deswegen als tierschutzrechtlich nicht vertretbar. Es ist eine Tretfalle, deren Schlagbügel mit weichem Material ummantelt sind. Verletzungen für das Tier sind so gut wie auszuschließen. Solche Tretfallen sind wesentlich fängiger als Belislefallen, bei denen eine Fußschlinge vom Boden her über die Pfote des Tieres geschleudert wird. Bei Frost, Schnee oder Laubfall sind Belislefallen sehr störungsanfällig. Damit fallen sie genau in der Jahreszeit aus, in der mit Rücksicht auf die Welpenaufzucht ein Fang

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Wolfsgerangel in Bayern

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16.09.2018 von Christian Sebald in der Süddeutschen Zeitung. Unter Experten verfestigt sich die Einschätzung, dass der „Bayerische Aktionsplan Wolf“ rechtlich nicht haltbar sei. Mit Wolfgang Köck kommt jetzt ein weiterer Spezialist für Umweltrecht zu dem Ergebnis, dass das 61 Seiten starke Papier, mit dem der Freistaat den Umgang mit dem Raubtier regeln will, in seinen Kernpunkten in Widerspruch zum europäischen und deutschen Naturschutzrecht stehe.Köck, der an der Uni Leipzig die Professur für Umweltrecht innehat und am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung das Department für Umwelt- und Planungsrecht leitet, erteilt dem Aktionsplan deshalb eine Abfuhr. Vor drei Wochen hatte der Dresdner Umweltjurist Rainer

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Ost Sachsen: „Wahrscheinliche Wildverminderung?“

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01.10.2018 In der Allgemeinen Forstzeitschrift (AFZ) Nr. 6/2018 hat Franz Graf Plettenberg seine Erfahrungen mit Wölfen mitgeteilt. Graf Plettenberg ist der Leiter des Bundesforstbetriebs Lausitz, wo die Wolfsgeschichte im Jahr 2000 begann, und damit auch zuständig für die Jagd. In seinem Verantwortungsbereich reichen sich etwa ein halbes Dutzend Wolfsrudel „die Hand.“ Friedrich Karl von Eggeling (94) meint in einem Leserbrief in der AFZ Nr. 13/2018, Graf Plettenbergs Ausführungen „bedürften der Korrektur.“ Die Rudelterritorien seien nicht 200 km2 groß, sondern nur 80. Daraus ergäbe sich selbstverständlich ein deutlich stärkerer Eingriff der Wölfe in den Schalenwildbestand. Von Eggeling verweist auf „neuere Forschungsergebnisse,“

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Senckenberg antwortet den „Blauen“

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15.09.2018 Anlässlich einer Pressekonferenz der Partei „Die Blauen“ am 05.06.2018 in Dresden hat die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung die folgende Stellungnahme vorgelegt (Hervorhebungen und Kürzungen durch Wolfsite). Welche Erfahrungen hat Senckenberg bei der Wolfsforschung? Der Wolf ist eine nach EU-Recht streng geschützte Art, zu deren Bestandsmonitoring in Deutschland die Bundesländer verpflichtet sind. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wurde nach einem umfangreichen Auswahlverfahren des Bundesamts für Naturschutz den Bundesländern zur Nutzung als Referenzzentrum für genetische Wolfsanalysen empfohlen und untersucht seit Anfang 2010 alle bundesweit anfallenden Wolfsproben. 2016 wurde durch die Bundesregierung die „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf unter

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Ein paar Fakten zur Hybridisierung

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15.09.2018 Unter Hybridisierung versteht man die erfolgreiche Paarung von Individuen zweier verschiedener Arten. Dies ist selten; denn das Charakteristikum einer Art ist ja gerade, dass sich die Individuen einer Art nur mit Artgenossen erfolgreich (d.h. mit fruchtbaren Nachkommen) paaren können. Bei der Paarung von Wolf und Hund handelt es sich jedoch um Unterarten ein und derselben Art. Manche Wissenschaftler bevorzugen deshalb für die Nachkommen solcher Paarungen den Begriff „Mischlinge.“ Ein Genaustausch zwischen der Unterart Wolf (Canis lupus lupus) und Hund (C. l. familiaris) ist immer wieder mal vorgekommen, seit sich die beiden Linien vor ungefähr 15.000 Jahren durch die Domestikation

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