Wolfsplenum Brandenburg – ein Flop

Wolfsplenum Brandenburg – ein Flop

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29.04.2017 Die zweite Beratung zur Neuauflage des Wolfsmanagementplanes (WMP) in Brandenburg ist gründlich schief gegangen. Die Lausitzer Rundschau berichtet von Beschimpfungen und Chaos. Ein CDU-Politiker wird mit der Aussage zitiert, man solle das rasch vergessen. Fensterredner und Selbstdarsteller nutzten vor den anwesenden Medienvertretern die Gelegenheit, sich zu inszenieren. Eckhard Fuhr meint, einige Nutzervertreter wollten offensichtlich ein grundsätzliches Roll Back in Sachen Wolf und seien nicht mehr bereit, sich auf moderierende Verfahren ernsthaft einzulassen. Der Bauernbund, so Fuhr, betreibe das ganz offen. Man wusste vorher, wie viel Dampf im Kessel ist. Den Verbänden war vom Ministerium angeboten worden, schriftliche Stellungnahmen einzureichen,

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Status Wolf April 2017

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04.05.2017 Wir haben 61 Wolfsrudel in Deutschland, Stand vor der Welpensaison 2017. Paare, die in diesen Tagen erstmals Welpen geworfen haben, sind also nicht mitgezählt. Und Achtung: Das ist nicht die offizielle Zahl, sondern das ist einzig und allein das Ergebnis meiner eigenen Recherchen. Territoriale Paare oder bestätigte Einzelwölfe habe ich auch nicht in die Grafik aufgenommen. Im Dezember war ich noch von 63 Rudeln ausgegangen. Inzwischen sind zwei Rudel erloschen. Zum Ende des Monitoringjahres, also ein Jahr früher, waren es 46 Rudel plus 15 territoriale Paare. Diese 46 Rudel geistern bis heute in den Medien, aber auch in offiziellen

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LJV Brandenburg: Notwehrrecht und Panzerhemden für Jagdhunde

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25.04.2017 Zwei Tage vor dem Wolfsplenum hat der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) auf einer Pressekonferenz „Forderungen“ veröffentlicht. Dem Ministerium sind sie nicht zugestellt worden und konnten deshalb beim Wolfsplenum auch nicht besprochen werden. Auf der Internetseite des LJV und auf JAWINA kann man sie nachlesen. Das meiste, etwa zum Schutzstatus, zu Bestandsobergrenzen, zu Wolfsgebieten, zur Definition von Problemwölfen etc. ist bekannt und fügt sich nahtlos in Forderungen anderer Nutzerverbände ein. Freilich nicht alles. So fordert der LJV, dass die Monitoringergebnisse nicht jährlich (Stand 30. April), sondern schon halbjährlich (also etwa im Oktober) veröffentlich werden. Das wären allerdings vorläufige Ergebnisse, nicht fachlich

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Bayern – ein neuer Hotspot im Wolfsgeschehen?

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13.04.2017 Ausgerechnet den Nationalpark Bayerischer Wald, einen Ort von heute schon historischer Bedeutung im Naturschutz, haben sich zwei Wölfe ausgesucht, um eine Verbindung zweier weit voneinander entfernter Wolfspopulationen einzugehen: Das dort seit November 2016 mehrmals bestätigte Wolfspaar besteht aus einer Wölfin aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation, der Rüde stammt aus den Alpen. Das haben genetische Analysen ergeben. Damit haben die beiden ein neues Kapitel in der europäischen Wolfsgeschichte aufgeschlagen. Freilich ist das nicht der erste belegte Kontakt zweier getrennter Populationen. Denn bekanntlich gibt es bei Verona, Italien, bereits seit einigen Jahren ein Rudel aus einem slowenischen Rüden (genannt Slavc, sprich Slautsch)

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Wölfe in der Nähe zu Menschen

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20.04.2017 Kurzfassung einer ersten Umfrage durch KORA (Bericht Nr. 76. Jacqueline Huber, Manuela von Arx, Roland Bürki, Ralph Manz, Urs Breitenmoser). Im berühmten Calanda-Rudel in Graubünden, dem ersten Wolfsrudel in der Schweiz in neuerer Zeit, wurden auffällige Verhaltensänderungen beobachtet: Wölfe wurden immer häufiger am helllichten Tag gesehen. Sie näherten sich Menschen, gingen an ihnen vorbei oder blieben in ihrer Nähe. Wölfe hielten sich am Dorfrand in der Nähe von Scheunen und Ställen auf, und sogar im Dorf Vättis. Es kam zu öffentlichen Debatten darüber, ob die Wölfe „zunehmend zahm“ geworden waren, und ob daraus Gefahren für Menschen resultierten. Schließlich wurde

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Ostwestfalen: Wolf gesichtet

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20.02.2017 Nördlich von Bad Oeynhausen sei ein Wolf fotografiert worden, teilte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (B’90/Die Grünen) auf Twitter mit. Dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, steht nach Angaben des Landesumweltamtes (LANUV) zweifelsfrei fest. “Die wichtigen Merkmale sind eindeutig”, sagte LANUV-Sprecher Peter Schütz. Um welches Geschlecht es sich bei dem Wolf handelt, lasse sich auf den Fotos nicht erkennen. Der Wolf sei am Montagmorgen von einem Autofahrer in Ostwestfalen gesichtet und fotografiert worden. Experten wollten am Beobachtungsort nach Spuren suchen und – wenn möglich – DNA-Material sichern. Das LANUV geht von einem durchziehenden Tier aus. Eine dauerhafte Rückkehr des Wolfes

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Uelzen: Elektrozaun vom Wolf durchgebissen?

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17.03.2017 In Ellerndorf (Kreis Uelzen) hat ein Schäfer sechs Ziegen und Heidschnuckenlämmer an den Wolf verloren. Bei der Kontrolle des Elektrozauns wurde ein etwa 40 cm großes Loch gefunden. Das Geflecht sah aus, als sei es zernagt, aber nicht zerschnitten worden. Hat ein Wolf das unter Spannung stehende Geflecht zerbissen? Gesa Kluth vom Wildbiologischen Institut LUPUS hält das für ausgeschlossen. Der örtlich zuständige Wolfsberater Theo Grüntjens konnte keine Haare am Zaun finden, die einem tierischen Verursacher zuzuschreiben wären. Ob der Zaun tatsächlich unter Strom stand, war nicht mehr feststellbar. Der Wolfsberater und ein Tierarzt des Wolfsbüros haben an den toten

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Brandenburg: Senderprojekt für Wölfe und Rothirsche gestartet

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21.02.2017 Forscher untersuchen an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg derzeit, wie sich das Jagdverhalten von Wölfen auf Rotwild auswirkt. Für das Projekt „Räuber und Beute“ in der Glücksburger Heide wurden ein Wolfsweibchen und 15 Rothirsche mit Sendern bestückt, wie Wildbiologe Frank-Uwe Michler am Dienstag bei Jessen (Elster) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zehn Hirsche und ein Wolf sollen noch besendert werden. In dem Gebiet lebe ein Rudel mit neun Wölfen und viel Rotwild sowie Wildschweine und Rehe. Die Technik sei so eingestellt, dass sie Bewegungen genau aufzeichne, wenn sich Wolf und mögliche Beute auf 150 Meter annäherten. Das Projekt gehört

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Bayern: Wolfsgegner rüsten auf

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23.03.2017 Nun ist es „amtlich“: Genetische Analysen haben ergeben, dass sich im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr je ein Wolfspaar aufhält (WOLFSITE berichtete). Außerdem wurde Ende Februar in Unterfranken ein Tier auf einer Wildkamera abgelichtet, das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf ist. Weil das Bild nicht sehr scharf ist, wurde es als Hinweis der Kategorie C2 gewertet. Von dem Wolf im Werdenfels steht die genetische Analyse der Urinprobe noch aus. Derweilen formieren sich politische Kräfte, um einer Besiedlung des Freistaats durch Wölfe einen Riegel vorzuschieben. Es ist die Rede von „Obergrenzen,“ von wolfsfreien Gebieten, von „unbürokratischen“ Eingriffsmöglichkeiten

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Ein Fake – und ein paar Ungereimtheiten

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15.02.2017 Auf der Internetseite JAWINA fand ich folgende Meldung: LJV Dirk Wellershoff Erstes Todesopfer in Polen (Wojowotscja Lubuska) durch Wolfsrudel!!!! Jäger (51 J.) ist in den frühen Morgenstunden von mehreren Wölfen attackiert worden!!! Der Mann erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen!!!!!!! Vierzehn Ausrufezeichen für drei Sätze – das spricht eher für Panikmache als für soliden Journalismus, und auch nicht für eine offizielle Verlautbarung eines Verbandes, dachte ich mir. Dirk Wellershoff ist der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg – ihn konnte ich mir als Urheber nicht vorstellen. War er auch nicht – aber er hat diese Meldung über die WhatsApp der

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Bayern: Die Politik dreht durch

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27.01.2017 Mit etwas Glück werden wir im Sommer ein oder gar zwei Würfe von Wolfswelpen in Bayern begrüßen können. Im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem militärischen Übungsplatz Grafenwöhr sind in den letzten Monaten wiederholt jeweils zwei Wölfe miteinander beobachtet bzw. mit Fotofallen dokumentiert worden. Aber kaum wollen sich die ersten Wölfe im Freistaat niederlassen, laufen Politiker der Freien Wähler und der CSU bereits Sturm dagegen. Der Wolf lasse sich „nicht mehr in unsere Kulturlandschaft integrieren“, meint Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger, deshalb müssen Wölfe „abgeschossen werden können, wenn sie Weidetiere töten.“ Die CSU beeilte sich, auf den Zug aufzuspringen, und

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Brandenburg und Sachsen: Problemwölfe verschwunden

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17.02.2017 Der Wolf von Rathenow, eilig zum „Problemwolf“ erklärt und zum Abschuss freigegeben, weil er sich in dem Städtchen nahe Berlin in einer Autowaschanlage gezeigt und sich angeblich einem Mädchen genähert hatte, ist spurlos verschwunden. Vermutet wird, dass er von einem westlich der Stadt gelegenen Truppenübungsplatz wegen eines besonders heftigen Manövers Reißaus genommen hatte und Richtung Osten davongelaufen war, mitten hinein nach Rathenow. Das Mädchen war, wie sich später herausstellte, den Umgang mit großen Hunden gewöhnt. Es war einfach ruhig stehen geblieben, als der Wolf näher kam und an ihm vorbeilief. In die Hände zu klatschen war dem Mädel offenbar

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Bayern: Zwei Wölfe im Nationalpark Bayerischer Wald

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01.02.2017 Die Aufnahme einer automatischen Fotofalle im November 2016 belegt die Anwesenheit von zwei Wölfen im Nationalpark Bayerischer Wald. Das Bild wurde erst im Zuge einer routinemäßigen Begehung am 27.01.2017 registriert. Die gute Qualität des Farbbildes lässt keinen vernünftigen Zweifel aufkommen, dass es sich um zwei Wölfe handelt. Seit Mai 2015 ist durch mehrere Fotofallen-Aufnahmen von mindestens einem standorttreuen Wolf im Bayerischen Wald auszugehen. Haben wir es nun mit einem territorialen Paar zu tun? Müssen oder dürfen wir im Frühjahr mit der Bildung eines Rudels in Bayern rechnen, dem ersten seit über 150 Jahren? Es sieht ganz so aus. Zwar

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Niedersachsen: Goldenstedter Wölfin hat einen Partner

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20.01.2017 Die einsame Wölfin im Kreis Diepholz, bekannt geworden unter dem Namen Vechtawölfin oder auch Goldenstedter Wölfin mit vielen gerissenen Schafen auf ihrem Konto, hat einen Partner gefunden. Ein junger Rüde aus dem Ueckermünder Rudel in Mecklenburg-Vorpommern hat sich ihr zugesellt. Das neue Paar hatte im Landkreis Diepholz Ende vergangenen Jahres ein Kalb gerissen. Dabei konnten Speichelproben genommen werden, mit denen die Herkunft des Rüden geklärt werden konnte. Vierhundert Kilometer muss er unterwegs gewesen sein. Kein Problem für einen jungen Wolf auf Partnersuche. Zwei Wölfe, und wenn alles gut geht (je nach Sichtweise) ein ganzes Rudel im Sommer: Das heißt

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Wolf in Rathenow zum Abschuss vorgesehen

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20.12.2016 In dem Städtchen Rathenow, 70 km westlich von Berlin, hat sich Mitte Dezember wiederholt ein Wolf blicken lassen. Auf einem Foto ist er in einer Autowaschanlage zu sehen, ein zwölfjähriges Mädchen soll er „beschnuppert“ haben. Wahrscheinlich handelt es sich um einen naiven Jungwolf des nahen Klietzer Rudels in Sachsen-Anhalt. Aber was heißt das schon. Jedenfalls hat man seitens des Landesamtes einen Antrag auf eine „artenschutzrechtliche Ausnahme im Interesse der öffentlichen Sicherheit“ zum Fangen bzw. Töten des Wolfes gestellt. Und das ist gut so. In den Wolfs-Managementplänen wird empfohlen, einen verhaltensauffälligen Wolf sorgfältig zu beobachten, nach Möglichkeit zu besendern und dann

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