Kaffeekränzchen bei Svenja Schulze?

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07.01.2019 In den nächsten Tagen will sich Julia Klöckner (CDU) mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) treffen und über Wölfe reden. Vermutlich will die Bundeslandwirtschaftsministerin ausloten, ob man nicht endlich Wölfe schießen kann. Wenn sie „nur“ Problemwölfe meint, sollte sie zuhause bleiben und sich wichtigeren Dingen zuwenden. Wahrscheinlich aber meint sie Abschüsse zur „Populationsbegrenzung.“ Das hat sie gleich zu Beginn ihrer Amtszeit verlauten lassen und seither ständig wiederholt. Mit diesem Ansinnen ist sie in prominenter Gesellschaft. Quer durch fast alle Parteien, die Grünen ausgenommen, sehen Politiker die Lösung von Konflikten im Schießen von Wölfen statt im Schützen von Weidetieren. Auch Frau

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Skandalöse Zustände in der Almwirtschaft von Südtirol

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27.12.2018 In der Südtiroler Tageszeitung vom 27.12.2018 berichtet Erna Egger über Betrügereien in der Südtiroler Almwirtschaft, die von der Forststation Sterzing aufgedeckt worden sind. Die Erhebungen umfassen 800 Seiten. Es geht um hunderttausende Euro und um Straftaten, die nach italienischen Recht mit bis zu sechs Jahren Haft belegt sind. Rund ein Dutzend Bauern stehen im Fokus der Staatsanwaltschaft.   Der Hintergrund: Im Pfitschtal haben ortsansässige Bauern ihre Almweideflächen an ortsfremde, meist norditalienische Großbauern verpachtet. Die treiben aber gar keine eigenen Tiere auf, sondern kassieren fette EU-Beiträge, weil sie über die Pachtverträge beweidete Flächen nachweisen können. Die Großbetriebe verfügen über historisch

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Was sonst noch geschah

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07.01.2019 Bei Baiersbronn im Schwarzwald, Baden-Württemberg, ist am 24.11. ein Wolf auf zwei Wildkameras aufgenommen worden. Zunächst hieß es, damit sei ein zweiter Wolf im Schwarzwald nachgewiesen. Das war eine Datenpanne, die rasch geklärt wurde. Nach wie vor gibt es im Schwarzwald sichere Nachweise nur für einen Wolf. In Bayern hat ein Jäger das gesamte Veldensteiner Rudel in einer Nachtaufnahme mit seinem Smartphone gefilmt. Es sind sechs Wölfe. Bisher waren nur zwei Welpen bestätigt. Das Rudel hat also vier Welpen. Die Süddeutsche Zeitung widmete der Geschichte eine halbe Seite mit dem Interview des Jägers. Das Rudel im Nationalpark Bayerischer Wald

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Freiheit von den Wölfen!

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06.01.2019 In Brandenburg sollen sich etwa 40 Kommunen zu „wolfsfreien Gemeinden“ erklärt haben. Andere Gemeinden wollen dem Beispiel folgen. Was sie damit bezwecken, ist klar: Sie wollen uns auf ihrem Gemeindegebiet nicht haben. Wie sie sich das vorstellen, ist Isegrim freilich ein Rätsel. Es ist sonderbar, welche Vorstellungen manche Bürgermeister und Gemeinderäte davon haben, wie unser Gemeinwesen funktioniert. Natürlich kann eine Gemeinde nicht per Gemeinderatsbeschluss das Naturschutzrecht außer Kraft setzen – ebenso wenig wie z. B. die Straßenverkehrsordnung. Man stelle sich nur mal vor, eine Gemeinde entscheidet, dass im Dorf 80 kmh gefahren werden dürfen! Der Widerstand gegen unsereins treibt

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Bürgerwissenschaftler begegnen deutscher Obrigkeit

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27.12.2018 Zunächst die gute Nachricht: Das ist der Bericht von Biosphere Expeditions Deutschland über einen Einsatz von Bürgerwissenschaftlern in Niedersachsen im Jahr 2017. Die schlechte Nachricht ist der Umgang des Jagd-verbandes, der Grundeigentümer und sogar der Landesforstverwaltung mit dieser seit Jahrzehnten weltweit agierenden Naturschutzorganisation. Die ganze Geschichte ist hervorragend dokumentiert, aber so umfangreich, dass ich sie nicht in ein oder zwei kurzen Texten unterbringe. Dennoch meine ich, sie sagt viel aus darüber, wie offizielle Stellen und politische Mandatsträger mit dem Thema Wolf, überhaupt mit engagierten Bürgern und mit Naturschutzorganisationen umgehen, und auch darüber, mit welcher Anmaßung und Arroganz sie das

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Biosphere Expeditions: Ergebnisse Niedersachsen 2017

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26.12.2018 Hier einige Auszüge aus dem umfangreichen Bericht Zeitraum 17. Juni bis 21. Juli 2017 in vier einwöchigen Gruppen von max. 12 Teammitgliedern, organisatorisch unterstützt vom Wolfsbüro Niedersachsen und einigen lokalen Wolfsberatern. Vorausgegangen war ein zweitägiger Einführungskurs. Schwerpunkt: Wolfshinweise finden, insbesondere Losungen für DNA-Beprobung und Nahrungsanalysen. Geländebegehungen ausschließlich auf öffentlichen Wegen. 25 Zellen von jeweils 10×10 km des EU-Gitternetzes wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad untersucht (insgesamt 1.133 km). Alle Rasterzellen wurden mehrfach besucht, so dass sie insgesamt 52mal abgedeckt wurden. Gesammelt wurden 76 Wolfslosungen. 33 wurden genetisch untersucht, 75 Losungen befinden sich noch im Labor. 22 (29%) der

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Niedersachsens Jägerpräsident zum Fall Steinfeld

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27.12.2018 Nachdem schon der Umweltminister mit seinen Kommentaren zum „Fall Steinfeld“ – wo angeblich ein Arbeiter von einem Wolf gebissen worden war – nicht eben positiv oder sachkundig aufgefallen war, hat sich nun auch der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen Helmut Dammann-Tamke zu Wort gemeldet. Die Stader Kreiszeitung gibt ihm am 10.12.2018 reichlich Raum, seine Ansichten zu dem Fall auszubreiten. Der Jägerpräsident nutzt die Gelegenheit zu einem Rundumschlag gegen das Institut Senckenberg. Das ist eine unfassbare Diffamierung und üble Nachrede, und dazu auf fachlich äußerst dünnem Niveau. Herr Dammann-Tamke ist mit dem Ergebnis der genetischen Analyse („Wolf nicht nachweisbar“) offensichtlich nicht

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Schweden: Illegale Wolfsjagd nimmt zu

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24.12.2018 Durch illegale Abschüsse kommen in Schweden derzeit mehr Wölfe ums Leben als durch irgendeine andere dokumentierte Ursache. Ein aktueller Bericht der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität (SLU) legt dar, dass der Wolfsbestand dadurch aktuell um 20 Prozent im Jahr reduziert wird. Der Bericht über die Erfassung des Wolfsbestandes für die Saison 2017/2018 berechnet ungefähr 305 Individuen im Land. Für diesen Erfassungszeitraum werden 48 getötete Wölfe ausgewiesen. Die Todesursachen sind Quotenjagd, Schutzjagd, Verkehrsunfälle oder sonstige Ursachen. Dabei handelt es sich lt. Olof Liberg, Wolfsforscher und Dozent an der SLU, um dokumentierte Fälle, bei denen jeweils auch die Kadaver der toten Wölfe vorlagen. Außerdem

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Kauzig

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22.12.2018 Isegrim kriegt sich nicht mehr ein. Jetzt bläst der NABU selber zum Halali auf die Wölfe. Volker Steck vom NABU Xanten (Niederrhein) erklärt warum: Wenn der Wolf kommt, müssen die Schafe gehen. Dann wächst die Vegetation auf den Wiesen hoch, auf denen die Steinkäuze Beute machen. Deshalb müsse das Wolfskonzept für NRW überdacht werden. „Mit der Entnahme von Wölfen, die regelmäßig Weidetiere töten, würde der bundesweite Bestand in keiner Weise gefährdet.“ Wegen der Steinkäuze. So einfach ist das. Solch ein Unfug ist das. Es steckt ein schlichtes Denken dahinter, das die Natur als ein simples eindimensionales Gefüge begreift, zum

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Aus Mangel an Beweisen

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09.12.2018 Der DNA-Test des Instituts Senckenberg an sieben Proben hat keinen Nachweis dafür ergeben, dass bei dem ominösen „Wolfsangriff“ in Steinfeld ein Wolf beteiligt war. Es wurden Katzen- und Hundehaare am Pullover des betroffenen Arbeiters nachgewiesen. Nichts an dem Hammer, mit dem er dem Tier auf die Pfote gehauen hatte. Vor der Presse betonte Umweltminister Olaf Lies (SPD) zum wiederholten Mal, er habe sich „ein anderes Ergebnis des Tests gewünscht.“ Denn „wären Wolfsspuren festgestellt worden, wäre eine Tötung unumgänglich gewesen.“ Hier der Link zum Pressegespräch:  https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wolfs-Attacke-Spuren-liefern-keinen-Nachweis,pk180.html Der Umweltminister erläuterte, wie er sich diese Tötung vorgestellt hätte. Dann wäre geschossen und/oder

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Vom Wolf gebissen?

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29.11.2018 Darauf haben manche schon lange gewartet: Ein Mensch ist von einem Wolf angegriffen und gebissen worden. Wirklich? War es ein Wolf? Und war es ein Angriff? Es gibt keine Zeugen für den Vorfall, und die Analyse ist noch nicht abgeschlossen. Mit diesen Vorbehalten hier eine Einschätzung, zugegeben weit ab vom Geschehen. Was ist passiert? In Steinfeld, Samtgemeinde Bülstedt in Niedersachsen, ist ein Gemeindearbeiter damit beschäftigt, den Friedhofszaun zu reparieren. Am Boden hockend wird er von einem Wolf (glaubt er), der sich ihm unbemerkt von hinten genähert hat, in den Unterarm gebissen. Der Mann wehrt sich, indem er dem Tier

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Ein bisschen ausgestorben

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25.11.2018 Prof. Hans-Dieter Pfannenstiel hat sich wieder mal zum Wolf geäußert, diesmal im Celler Kurier. Der Wolf, meint er, sei „bei uns nie richtig ausgestorben.“ Diesen Unfug hat Gregor Beyer vom Forum Natur in die Welt gesetzt, Pfannenstiel betet ihn nach. Ich wüsste von den beiden Herren gerne, wie man eigentlich „richtig“ ausstirbt? Das ist wie „ein bisschen schwanger“. Das Kriterium für „Ausgestorben“ ist eindeutig: Eine Tierart, die sich nicht reproduziert (keine Jungtiere aufzieht), gilt in dem betreffenden Gebiet als ausgestorben. So war es in Deutschland mit dem Wolf über hundert Jahre lang. Dass gelegentlich Wölfe aus dem Osten eingewandert

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Der Kongress tanzt in Wartaweil

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10.11.2018 Der Bund Naturschutz Bayern und die Gregor Louisoder Umweltstiftung hatten am 10./11.11.zu einem zweitägigen Herdenschutz-Symposium nach Wartaweil am Ammersee eingeladen. Das Haus war voll. Die Teilnehmer erlebten einen überaus anregenden Gedankenaustausch in konstruktiver Atmosphäre. Die Veranstalter hatten eine glückliche Hand bei der Auswahl der Fachreferenten (und mit Franziska Baur eine straffe Hand bei der Kontrolle des zeitlichen Ablaufs). Es stellte sich auch rasch eine Stimmung ein, die bei Wolfsveranstaltungen nicht selbstverständlich ist; denn natürlich polarisiert der Wolf, und die Meinungen können hart und unversöhnlich aufeinanderprallen. Mir wurde wieder einmal klar, was wir in den zahllosen Arbeitsgesprächen zum Wolfsmanagement in

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Dampfgeplauder oder Paradigmenwechsel?

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07.11.2018 Die Umweltminister-konferenz (UMK) der Länder tagt gerade in Bremen. Auf der Tagungsordnung steht auch der Wolf. In einer Presseerklärung hat der Deutsche Jagdverband (DJV) schon mal gefordert, „endlich konkrete Lösungen für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen zu präsentieren.“ Das Bundesnaturschutzgesetz solle novelliert werden, denn eine angepasste, nachhaltige Entnahme von Einzeltieren oder Rudeln, meint der DJV, widerspreche nicht dem Schutzzweck. Doch. Widerspricht ihm auf der ganzen Linie. Zunächst ist eine „nachhaltige Entnahme“ schon vom Begriff her sinnwidrig. Das würde ja bedeuten, dass man ständig verhaltensauffällige Wölfe planmäßig produziert, um sie dann entnehmen zu können. An was diese Entnahme „angepasst“ sein

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Aktuell hundert Wolfsrudel?

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06.11.2018 Noch ist es nicht offiziell: Ende April 2018 waren im Bundesgebiet 73 Rudel, 29 territoriale Paare und drei ortsfeste Einzelwölfe bestätigt. Einige Paare werden noch in die Kategorie Rudel rücken, nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass sie von Jährlingen begleitet werden (also vorher Welpen aufgezogen haben müssen). Der Schlüssel dazu ist die Genetik. Bei der tieferen Analyse der Monitoringdaten kommt dieser Methode eine immer größere Bedeutung zu. Und je mehr Wölfe es werden, desto mehr werden genetische Analysen die konventionellen Beobachtungsmethoden ergänzen. Aber 73 Rudel – das war „gestern.“ Immer wieder muss man daran erinnern, dass dies der Stand

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