Open House im Nationalpark

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11.10.2017 In der Nacht zum Freitag, 06.10., sind bei Lindberg im Westteil des Nationalparks Bayerischer Wald sechs Wölfe aus einem großen Tierfreigelände entkommen. Die Gruppe im Gehege bestand aus neun unmittelbar miteinander verwandten Tieren. Das mehrfach gesicherte Gehegetor war gewaltsam geöffnet worden. Eine Unachtsamkeit des Parkpersonals kann ausgeschlossen werden. Bereits einen Tag später wurde einer der Wölfe auf der Bahnstrecke Zwiesel-Bayerisch Eisenstein vom Zug überfahren. Ein anderer Wolf ist jenseits der Landesgrenze auf tschechischem Terrain gesichtet worden. Inzwischen gibt es Beobachtungen und sogar Videoaufnahmen, einige davon aus mehreren Kilometern Entfernung vom Ausbruchsort. Ein Wolf soll einen Wanderer angeknurrt haben. Die

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Griechenland: Wölfe oder Hunde?

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07.10.2017 Zu der Tragödie in Griechenland (wie von Wolfsite berichtet, war eine Frau von Hunden oder Wölfen getötet worden) hat Yorgos Iliopoulos die folgenden weiteren Informationen mitgeteilt: Es gibt noch keinen offiziellen forensischen Untersuchungsbericht und auch noch keine genetische Analyse. Die Angaben des Coroners (Untersuchungsrichter oder Leichenbeschauer) sind fachlich nicht haltbar (u. a. behauptete er, Hunde fräßen kein menschliches Fleisch, würden einen menschlichen Körper nicht zerlegen, könnten keine größeren Knochen brechen …). Yorgos hat mit seinen Mitarbeitern Fotofallen in einem Radius von 500 bis 5.000 m um den Ort des Geschehens aufgestellt und wird sie nach zehn Tagen kontrollieren. Außerdem

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Alltägliche Fragen, Mutmaßungen, Gerüchte …

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04.10.2017 Fragen wie die folgenden erreichen mich alle paar Tage. Hier eine Kostprobe. Meine Antworten in kursiver Schrift.   Wieso gab es außer in Ostpolen nach der Ausrottung und bis zur Wiederansiedlung der Wölfe in Polen und Deutschland nie eine größere Wolfspopulation? Weil Wölfe vogelfrei waren. Sie galten schlicht als schädliche Tiere und wurden mit allen Mitteln verfolgt. In Polen sind nirgends Wölfe „wiederangesiedelt“ worden. Sie waren nie ausgerottet und wurden wohl auch durch Zuwanderer aus Weißrussland und der Ukraine unterstützt. Warum erschienen die ersten Wölfe bzw. Wolfsrudel in Deutschland fast immer auf den Truppenübungsplätzen? So bildete sich z.B. um 2009

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Erziehungsprogramm für Wölfe?

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04.10.2017 Wölfen kann man nicht abgewöhnen, Weidetiere zu attackieren. Überlegungen dazu sind ein Irrweg. Was hilft, ist solider Herdenschutz und nichts sonst. Aber im Wahlkampf dürfen die Gedanken sonderbare Blüten treiben. Wenn wir das Hochgebirge und die Deiche mal ausnehmen, dann steht fest: Schafe kann man gegen Wölfe mit vertretbarem Aufwand gut schützen. Im Prinzip gilt das auch für Rinder. Allerdings sind bei der Mutterkuhhaltung die Flächendimensionen um Zehnerpotenzen größer. Glücklicher Weise gehen die meisten Wölfe bei uns den Rindern aus dem Wege. Aber leider nicht alle. Bei Cuxhaven sind die Wölfe anscheinend draufgekommen, dass Rinder eine leichte Beute sind.

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Tragödie in Griechenland – waren es Wölfe?

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29.09.2017 Bei Maroneia in Nordgriechenland ist am 21.09., einem Donnerstag, eine 62jährige Britin von Hunden oder Wölfen getötet worden. Die Frau war allein unterwegs, um eine archäologische Fundstätte zu besuchen. In ihrer Not hatte sie mit dem Handy noch ihre Verwandten in Großbritannien angerufen und berichtet, dass sie von Hunden angegriffen werde. Die Verwandten verständigten daraufhin das Konsulat in Athen. Mit Hilfe von Suchhunden wurden die sterblichen Überreste der Frau am Samstag (23.09.) gefunden. Sie war weitgehend gefressen, die Glieder waren vom Körper getrennt und verstreut. Umgehend verbreiteten die Medien die Kunde, dass die Frau von einem Wolfsrudel getötet worden

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Die Rückkehr der Wölfe – ein Missverständnis?

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Von Eckhard Fuhr 24.08.2017 Das Gutachten, das Hans-Dieter Pfannenstiel für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe zum Umgang mit dem Zuwanderer Wolf verfasst hat, zieht weite Kreise. Es könnte zu so etwas wie einem „Manifest“ der Wolfsskeptiker und Wolfsgegner werden. Sie werden sich in der politischen Auseinandersetzung um den Wolf immer wieder darauf berufen. Ich will hier nicht auf einzelne Argumente Pfannenstiels eingehen, sondern mich mit einer Denkfigur auseinandersetzen, die in seinem Text immer wieder aufscheint. Es ist die Vorstellung, dass der Wolf in Deutschland zur falschen Zeit am falschen Ort sei, dass also

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Ansichten eines Professors zum Wolf

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24.08.2017 Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel hat für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e. V. und den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e. V. eine gutachtliche Stellungnahme zum Wolf in der Kulturlandschaft Deutschlands verfasst. Diese Arbeit wird viel Beachtung finden, wie so ziemlich alles, was über Wölfe mit dem Anstrich fachlicher Kompetenz verbreitet wird. Hans-Dieter Pfannenstiel hat weit ausgeholt und sich damit übernommen. Bei allem Respekt vor seiner Person darf man zunächst die fachliche Kompetenz des Verfassers für diese Stellungnahme hinterfragen. Auf Seite 11 stellt er sich selber vor. Das wissenschaftliche Arbeitsfeld des Professors für Zoologie war die „Embryonalentwicklung und Geschlechtsentwicklung

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Ein Wort in eigener Sache zu Dunja Hayali

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24.08.2017 Am 09.08.2017 habe ich mich kritisch zu der Fernsehsendung von Dunja Hayali im ZDF geäußert. Dabei habe ich den Begriff „Endlösung“ gebraucht für den Fall, dass man – wenn man nicht mehr weiter weiß – das Cuxhavener Rudel eliminieren sollte. Ich stehe nach wie vor dazu, dass man diese Alternative in Erwägung ziehen muss, wenn man keine andere Lösung für den Schutz der Rinder findet. Aber der Begriff „Endlösung“ ist untrennbar mit der Vernichtung von Millionen Menschen im Dritten Reich verbunden und in einem Text wie diesem fehl am Platze. Ich bedaure meinen Fehler. Als mich ein kritischer Leser

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Techtelmechtel mit Dunja

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09.08.2017 Dunja Hayali ist eine respektable Journalistin, bekannt für Unerschrockenheit, unbequeme Fragen und präzise Recherche. Am 09. August brachte sie in ihrer Abendsendung im ZDF einen Beitrag (ab Minute 50) über unsere Wölfe. Im Vorfeld hatte die Redaktion sich bei mir nach guten fachlichen Kontakten erkundigt, die konnte ich liefern. Für die Hayali tu ich alles, sagte ich noch. Eine Teilnahme an der Sendung hatte ich abgelehnt, der Aufwand schien mir unangemessen. Aber an fachlicher Kompetenz war dem ZDF gar nichts gelegen. Als „Fachmann“ erschien: Andreas Kieling. Derselbe Kieling, der bekanntlich vor drei Jahren einen Film über die Wölfe der Lausitz

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Wolfsbestand in West-Polen wächst weiter

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19.07.2017 Die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland ist weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt. Die Wissenschaftler schätzen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2016/17 westlich der Weichsel auf insgesamt 60 Rudel und Wolfspaare – so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebungen. Wolfhotspots im westlichen Polen bilden die Wälder von Notec (bei Pila), bei Drawno und bei Walcz. Hier leben derzeit 15

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Baden-Württemberg: Schluchseewolf kam aus Niedersachsen

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24.07.2017 Wie kommt ein Wolf in den Schwarzwald? Ganz einfach: Er läuft in Schneverdingen (Niedersachsen) los, im Kopf das Ziel „nach Süden! Nach Süden!“ Quert Schnellstraßen und Autobahnen, oben drüber oder drunter weg, dazu noch jede Menge Landstraßen, Auto links, Auto rechts, läuft unbeirrt durch den dichtest besiedelten Teil dieses Deutschlands, das wiederum eins der dichtest besiedelten Länder der ganzen Welt ist – und kommt nach ungefähr 600 km über Land nach Überlingen am Bodensee. Macht einen Umweg über die Baar, einem Teil der Schwäbischen Alb, und wird schließlich tot im Schluchsee gefunden. Ertrunken ist er sicher nicht. Eine Wunde

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Welpennachweis im Nationalpark Bayerischer Wald

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28.07.2017 Die gute Nachricht zuerst: Das Wolfspaar im Nationalpark Bayerischer Wald, das seit November vorigen Jahres bestätigt ist, hat mindestens der Welpen. Die Eltern sind gemischter Herkunft: Die Wölfin stammt aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation, also NO-Deutschland oder Westpolen, konnte allerdings genetisch keinem der bekannten Rudel zugeordnet werden. Der Rüde dagegen ist aus der norditalienischen Population zugewandert. Verständigungsprobleme scheinen die beiden nicht gehabt zu haben. Beide müssen mehrere hundert Kilometer zurückgelegt haben, bis sie sich fanden. Stoff für großes Kino! Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit waren Mitte Juli im unmittelbar angrenzenden tschechischen Nationalpark Sumava, nämlich bei Borova Lada, unweit der bayerischen

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Der Verein Wolfsschutz-Deutschland

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14.07.2017 Ich bin kein Facebooknutzer. Nun habe ich erfahren, dass dort ein Streit über die Notiz entbrannt ist, die ich auf WOLFSITE in der Rubrik ISEGRIM über den Verein Wolfsschutz-Deutschland untergebracht habe. Ich bin gebeten worden, den Hintergrund darzustellen. Nun gut – der Reihe nach. Auf die Gründung des Vereins Wolfsschutz-Deutschland bin ich durch eine Pressemeldung am 23.06. auf INAR gestoßen. Weil ich den Verein auf WOLFSITE vorstellen wollte, habe ich bei Brigitte Sommer, die als Pressesprecherin genannt wird, per E-Mail angefragt, ob ich dazu ein paar Fragen stellen könnte. Ja, gerne, war die Antwort, vielleicht würde das auch der

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Wolfsseminar des ÖJV Bayern

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01.07.2017 Wenige Wochen nach dem Symposium des Bayerischen Landesjagdverbandes zu Wolf und Luchs hat auch der ÖJV Bayern eine Wolfsveranstaltung durchgeführt. Marco Heurich, der die Wildforschung im Nationalpark Bayerischer Wald leitet, vermittelte in das delikate Verhältnis von Beutetieren und Beutegreifern tiefe Einsichten, die sich in den letzten Jahren durch viele wissenschaftliche Untersuchungen deutlich gewandelt haben. Sebastian Koerner, Sachsen, stellte die rechtliche Situation und die bisherige Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland dar und hielt nach der Mittagspause die Teilnehmer mit seinen spannenden Filmszenen von deutschen Wölfen in Stimmung. Ein Highlight war Georg Höllbacher, Kopf der Beratungsstelle Herdenschutz in Österreich: Ein Mann, dem keiner was vormacht auf

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Eine veritable Bauchlandung

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05.07.2017 Brandenburg ist mit seinem ersten Entwurf für eine Wolfs-Verordnung auf den Bauch gefallen. In ersten Reaktionen von Verbänden und auch Einzelpersonen waren bereits zahlreiche Widersprüche und Unzulänglichkeiten bemängelt worden. Nun hat die neue Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes Wolf (DBB-Wolf) eine dreizehnseitige fachliche (nicht: juristische!) Stellungnahme abgegeben. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat sie umgehend an die Verbände und NGOs weiter gegeben. Das ist sehr zu begrüßen. Es geht um den „Entwurf der Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für den Wolf zur Tötung von schwerst verletzten Wölfen und zur Vergrämung oder Entnahme von Wölfen mit

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