Reges Interesse an Wolfsseminaren

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18.02.2017 Man sollte mehr Wolfs-Knowhow unter die Leute bringen – dachte ich mir. In Bayern und in Brandenburg fiel der Gedanke auf fruchtbaren Boden. Für die Bayerischen Staatsforsten hielt ich im Herbst drei jeweils ganztägige Seminare für Betriebsleiter und Revierleiter, und in Brandenburg im Februar 2017 fünf halbtägige Seminarveranstaltungen. Dazu waren alle 128 Hegegemeinschaften eingeladen, außerdem Untere Jagdbehörden, Verbände und Forstleute. Naturschutzabteilung und Oberste Jagdbehörde hatten die Organisation gemeinsam übernommen, Artenschutzreferent Andreas Piela und der Leiter der Obersten Jagdbehörde Ulrich Hardt waren bei allen fünf Veranstaltungen in Potsdam (2), Kunsterspring, Hangelsberg und Lübbenau mit dabei. Etwa 150 interessierte Teilnehmer nahmen

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Was darf ein Wolfsberater – und was nicht?

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Niedersachsen hat für 10.000 Euro einen „Rettungswagen“ angeschafft, mit dem verletzte Wölfe transportiert werden können. Der Jagdschriftsteller Gert G. von Harling hat sich in einer Glosse darüber ausgelassen. Das kann er machen, über solch ein Gefährt kann man ja tatsächlich geteilter Meinung sein. Einen unangenehmen Beigeschmack hat v. Harlings Glosse deshalb, weil er sich darüber hinaus in einer ausschweifenden Polemik über die Wolfspolitik im Allgemeinen und das Niedersächsische Wolfsmanagement im Speziellen ergeht, die die Interessengemeinschaft Sichere Weidewirtschaft (IGW) von Peter Brandt verbreitet. Die IGW betreibt eine unflätige Website gegen Wölfe – machen Sie sich ein Bild davon im FORUM –

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Ein Rettungswagen für verletzte Wölfe

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15.01.2017 Was in den Augen von Jägern und anderen Naturschützern wie ein Witz klingt, ist Wirklichkeit: Die Region Hannover hat für schlappe 10.000 Euro einen „Rettungswagen“ für Wölfe angeschafft. Das Chassis aus Aluminium, crashsicher, recycelbar. Die bundesweite Neuheit ist 2,40 Meter lang, 1,20 Meter breit und wiegt nur 400 Kilo! Der Anhänger, für den Transport von verletzten Wölfen gedacht, ist unter anderem ausgestattet mit einer Innengittertür zur Sicherung, einem transportablen Rettungsbrett mit Fixier-Gurten, einem Maulkorb und Stabschlingen zum Einfangen. Dem zusätzlichen Komfort der Tiere dient eine Heizdecke. Bei Dunkelheit erleuchten zwei Scheinwerfer im aufklappbaren Anhängerdeckel die Umgebung. Ein gelbes Rundumlicht warnt

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Ein Fake – und ein paar Ungereimtheiten

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15.02.2017 Auf der Internetseite JAWINA fand ich folgende Meldung: LJV Dirk Wellershoff Erstes Todesopfer in Polen (Wojowotscja Lubuska) durch Wolfsrudel!!!! Jäger (51 J.) ist in den frühen Morgenstunden von mehreren Wölfen attackiert worden!!! Der Mann erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen!!!!!!! Vierzehn Ausrufezeichen für drei Sätze – das spricht eher für Panikmache als für soliden Journalismus, und auch nicht für eine offizielle Verlautbarung eines Verbandes, dachte ich mir. Dirk Wellershoff ist der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg – ihn konnte ich mir als Urheber nicht vorstellen. War er auch nicht – aber er hat diese Meldung über die WhatsApp der

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Bayern: Die Politik dreht durch

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27.01.2017 Mit etwas Glück werden wir im Sommer ein oder gar zwei Würfe von Wolfswelpen in Bayern begrüßen können. Im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem militärischen Übungsplatz Grafenwöhr sind in den letzten Monaten wiederholt jeweils zwei Wölfe miteinander beobachtet bzw. mit Fotofallen dokumentiert worden. Aber kaum wollen sich die ersten Wölfe im Freistaat niederlassen, laufen Politiker der Freien Wähler und der CSU bereits Sturm dagegen. Der Wolf lasse sich „nicht mehr in unsere Kulturlandschaft integrieren“, meint Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger, deshalb müssen Wölfe „abgeschossen werden können, wenn sie Weidetiere töten.“ Die CSU beeilte sich, auf den Zug aufzuspringen, und

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Brandenburg und Sachsen: Problemwölfe verschwunden

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17.02.2017 Der Wolf von Rathenow, eilig zum „Problemwolf“ erklärt und zum Abschuss freigegeben, weil er sich in dem Städtchen nahe Berlin in einer Autowaschanlage gezeigt und sich angeblich einem Mädchen genähert hatte, ist spurlos verschwunden. Vermutet wird, dass er von einem westlich der Stadt gelegenen Truppenübungsplatz wegen eines besonders heftigen Manövers Reißaus genommen hatte und Richtung Osten davongelaufen war, mitten hinein nach Rathenow. Das Mädchen war, wie sich später herausstellte, den Umgang mit großen Hunden gewöhnt. Es war einfach ruhig stehen geblieben, als der Wolf näher kam und an ihm vorbeilief. In die Hände zu klatschen war dem Mädel offenbar

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Verblödet oder Kalkül

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03.02.2017 Freundlicher Weise versorgt mich Peter Brandt ungebeten, aber regelmäßig mit Mitteilungen der Interessengemeinschaft Sichere Weidewirtschaft (IGW). Die IGW nennt sich Info-Plattform. Der Informationsgehalt ist dürftig, die Sprache gewöhnungsbedürftig. Menschen, die sich für Wölfe einsetzen, sind „unterbelichtet“, „verblödet“, „Gehirn-gewaschen“, sie sitzen „auf einer gut dotierten Stelle“ und so weiter. Ich bin einer von diesen unterbelichteten, verblödeten, Gehirn-Gewaschenen. Normaler Weise finden Pamphlete wie die der IGW keinen Platz auf Wolfsite, aber ausnahmsweise sollen Sie, verehrte Leser, einmal einen Eindruck davon bekommen, in welchem Stil manche Wolfsgegner vom Leder ziehen. Hier ein Auszug aus einem aktuellen Text der IGW: Am 1. Februar

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Ein Rudel stirbt aus

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15.02.2017 Über Jahrzehnte waren die Wölfe des East Fork Rudels in Alaskas Nationalpark Denali geradezu befreundet mit Forschern wie mit Touristen. Sie frequentierten den Eingangsbereich des Parks und die Straßen und waren die Stars auf tausenden Ferienfotos. Seit den 1930er Jahren haben Wissenschaftler jedes Detail aus dem Leben dieses Rudels dokumentiert: ihr Jagdgebiet, ihre Paarungsrituale, sogar die Bestandteile ihrer Losung. Sie spürten die Verwandtschaftsbeziehungen durch Dutzende von Generationen auf, benannten sogar einzelne Wölfe mit Namen wie „Dandy“, „Großpapa“ oder „Räubermaske.“ Nun müssen die Forscher ein letztes Detail aus der langen Geschichte des Rudels hinzufügen: Wahrscheinlich sind die Tiere alle tot.

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Bayern: Zwei Wölfe im Nationalpark Bayerischer Wald

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01.02.2017 Die Aufnahme einer automatischen Fotofalle im November 2016 belegt die Anwesenheit von zwei Wölfen im Nationalpark Bayerischer Wald. Das Bild wurde erst im Zuge einer routinemäßigen Begehung am 27.01.2017 registriert. Die gute Qualität des Farbbildes lässt keinen vernünftigen Zweifel aufkommen, dass es sich um zwei Wölfe handelt. Seit Mai 2015 ist durch mehrere Fotofallen-Aufnahmen von mindestens einem standorttreuen Wolf im Bayerischen Wald auszugehen. Haben wir es nun mit einem territorialen Paar zu tun? Müssen oder dürfen wir im Frühjahr mit der Bildung eines Rudels in Bayern rechnen, dem ersten seit über 150 Jahren? Es sieht ganz so aus. Zwar

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Sachsens Wolfspolitik schießt ein Eigentor

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25.01.2017 In Sachsen soll ein Wolf erschossen werden. Die Schutzverbände stehen auf den Barrikaden. Dies ist passiert: Seit Mitte November treibt sich unweit von Rietschen, Sachsen, ein Wolf in Siedlungen herum. Pumpak, so heißt er inzwischen, ist ein Jährling aus dem polnischen Ruszakrudel, dessen Territorium über die Neiße bis nach Sachsen reicht. Als Welpe ist er wiederholt von Menschen gefüttert worden, seine Identität ist genetisch erwiesen. Einem Jäger, der im Garten ein Wildschwein geschlachtet hatte, hat er im Sommer 2016 die Sauschwarte geklaut. Pumpak kontrolliert die Komposthäufen und frisst dort alles Mögliche, sogar Kaffeefilter oder Grünzeug, das die Hauskaninchen verschmähen.

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Niedersachsen: Goldenstedter Wölfin hat einen Partner

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20.01.2017 Die einsame Wölfin im Kreis Diepholz, bekannt geworden unter dem Namen Vechtawölfin oder auch Goldenstedter Wölfin mit vielen gerissenen Schafen auf ihrem Konto, hat einen Partner gefunden. Ein junger Rüde aus dem Ueckermünder Rudel in Mecklenburg-Vorpommern hat sich ihr zugesellt. Das neue Paar hatte im Landkreis Diepholz Ende vergangenen Jahres ein Kalb gerissen. Dabei konnten Speichelproben genommen werden, mit denen die Herkunft des Rüden geklärt werden konnte. Vierhundert Kilometer muss er unterwegs gewesen sein. Kein Problem für einen jungen Wolf auf Partnersuche. Zwei Wölfe, und wenn alles gut geht (je nach Sichtweise) ein ganzes Rudel im Sommer: Das heißt

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In der Wolfspolitik haben Fakten einen schweren Stand – von Eckhard Fuhr

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13.01.2017 In der Wolfspolitik steckt erhebliches Konfliktpotenzial. Der Landwirtschaftsminister jedenfalls fordert Obergrenzen. Es ist an der Zeit, dass die Kanzlerin ein energisches „Wir schaffen das“ spricht. Diese Woche ist in der Bundesregierung ein neuer Streit um Obergrenzen ausgebrochen. Nachdem Landwirtschaftsminister Christian Schmidt mit markigen Worten („Es ist Zeit zu handeln!“) dazu aufgerufen hatte, die Willkommenskultur zu beenden, hat sich nun Umweltministerin Barbara Hendricks entschieden vor die Zuwanderer gestellt. Die tragen einen grauen Pelz und fressen manchmal Schafe. Schmidt meint, das könne so nicht weitergehen. Eine „begrenzte Abschussfreigabe“ sei angezeigt. Hendricks erwidert, dass man auch heute schon ohne pauschale Abschussfreigabe einschreiten

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Ende der Willkommenskultur?

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11.01.2017 Jetzt wird die Stoßrichtung der „Dresdener Resolution“ vom 28.11.2016 auch dem letzten klar. Da hatten sich die umweltpolitischen Sprecher von CDU und CSU über die Wölfe in Deutschland ausgelassen. Dann ist der Bund von der Umweltministerkonferenz der Länder aufgefordert worden, sich über die Populationsentwicklung der Wölfe „Gedanken zu machen.“ Mit solchen „Gedanken“ sind nun um die Jahreswende einige Politiker an die Öffentlichkeit getreten. Allesamt von CDU oder CSU, allesamt aus dem Landwirtschaftssektor – obwohl der Wolf dort gar nicht zu Hause ist, sondern im Naturschutzressort. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert also eine „beschränkte Abschussfreigabe“ für Wölfe. Der sächsische Landwirtschaftsminister

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Ober- oder Untergrenzen für Wölfe?

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 24.12.2016 Alle  reden von Obergrenzen. Auch im Wolfsgeschehen. Die Frage, wie viele Wölfe wir dulden wollen, wird die Wolfsdiskussion der nächsten Jahre entscheidend prägen. Die Population nimmt rasch zu, jedes Jahr werden es etwa dreißig Prozent mehr. Wenn es so weitergeht, dann wird Deutschland in weniger als zehn Jahren „voll“ sein von Wölfen. Über 400 Rudel werden dann das Land bevölkern. Ein Horrorszenario für manche, ein Geschenk des Himmels für andere. Voll von Wölfen – das heißt, dass die wolfstauglichen Lebensräume dann von territorialen Wölfen (also Rudeln oder territorialen Paaren) besetzt sind. Diese Fläche entspricht gerade mal einem Drittel der

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Wolf in Rathenow zum Abschuss vorgesehen

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20.12.2016 In dem Städtchen Rathenow, 70 km westlich von Berlin, hat sich Mitte Dezember wiederholt ein Wolf blicken lassen. Auf einem Foto ist er in einer Autowaschanlage zu sehen, ein zwölfjähriges Mädchen soll er „beschnuppert“ haben. Wahrscheinlich handelt es sich um einen naiven Jungwolf des nahen Klietzer Rudels in Sachsen-Anhalt. Aber was heißt das schon. Jedenfalls hat man seitens des Landesamtes einen Antrag auf eine „artenschutzrechtliche Ausnahme im Interesse der öffentlichen Sicherheit“ zum Fangen bzw. Töten des Wolfes gestellt. Und das ist gut so. In den Wolfs-Managementplänen wird empfohlen, einen verhaltensauffälligen Wolf sorgfältig zu beobachten, nach Möglichkeit zu besendern und dann

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