Rodewaldwolf: erneut Klage erhoben

Rodewaldwolf: erneut Klage erhoben

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06.06.2019

Zwei Welpen im Juni. Ohne Vater haben sie eine schwierige Jugend vor sich. Foto Lupovision/Koerner.

Der Freundeskreis freilebender Wölfe hat am 22.05. erneut gegen den NLWKN Niedersachsen wegen der Genehmigung zur Entnahme des Rodewaldwolfes geklagt. Bekanntlich war ein erstes Eilverfahren im Februar gegen den Entnahmebescheid des NLWKN vom 23.01. abschlägig beschieden worden.

Der Freundeskreis begründet seine Klage erstens damit, dass die bisherigen und möglicherweise zu erwartenden Schäden nicht so groß seien, dass von einem erheblichen wirtschaftlichen Schaden ausgegangen werden kann, der eine Entnahme rechtfertigt. Zweitens seien die alternativen Schutzmaßnahmen noch nicht ausgeschöpft. Drittens schließlich bestreitet der Freundeskreis, dass eine Herde hornloser Milchkühe mit handaufgezogenen Kälbern wehrhaft genug ist, um sich ausreichend vor dem Wolf zu schützen.

Inzwischen ist die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Rüden erneut bis Ende Juni verlängert worden. Und das Monitoring hat bereits einen diesjährigen Welpen bestätigt.