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Wolfsfreie Zonen durch die Hintertür

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17.04.2018 Der Bayerische Landtag hat heute einen „Aktionsplan Wolf“ beschlossen. Hier die Meldung: Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Trotz internationalem Schutzstatus können nach geltender Rechtslage verhaltensauffällige Wölfe entnommen werden. Die Bayerische Staatsregierung bekennt sich zu einer flächendeckenden und dauerhaften Weidetierhaltung in Bayern. Um die Gefahr für die Bevölkerung, aber auch für Tiere auf ein Minimum zu reduzieren, soll durch den Bayerischen Aktionsplan Wolf die Größe der Wolfspopulation auf das artenschutzrechtlich Erforderliche begrenzt werden. Die Weidetierhaltung muss auch bei Wolfsanwesenheit ohne unzumutbare Mehraufwendungen flächendeckend und dauerhaft erhalten bleiben. Die Bayerische Staatsregierung setzt gezielt auf Präventionsmaßnahmen. Experten der Umwelt- und

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Seitenweise leeres Stroh

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04.04.2018 Prof. Dr. Pfannenstiel kann’s nicht lassen. Nach seiner umfangreichen „gutachtlichen Stellungnahme zum Wolf“ im vergangenen Jahr bedenkt er nun die Fraktionsvorsitzenden in Brandenburg, die Vorsitzenden der Landesjagdverbände und des DJV, das Forum Natur Brandenburg und des deutschen und Brandenburgischen Bauernverbandes mit einem weiteren ausschweifenden Elaborat (nachzulesen auf der Jäger-Website JAWINA) zur Wolfsproblematik. Pfannenstiel kämpft mit Hingabe gegen Windmühlen. Anscheinend will sich der emeritierte Professor für Meerestiere (JAWINA erhebt ihn zum „Wildbiologen“) zum Sprachrohr der Wolfsgegner hochstilisieren. Nun – davor muss einem nicht bange sein. Gleich zu Beginn redet er von „Ökophantasten“, später von „ideologisch motiviertem Naturschutz“ – der Professor

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Wölfe im Yukon – von Bob Hayes

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03.04.2018 Im Wechsel von fiktiven Ereignissen und sachkundigen Essays erzählt der Wolfsforscher Bob Hayes die Naturgeschichte des Yukon während der letzten 20.000 Jahre bis heute. Im ersten Teil beschreibt er die Entwicklung der Wölfe seit dem Ende der letzten Eiszeit, das Erlöschen der großen Säugetiere ausgangs des Beringia-Zeitalters und das Aufkommen und die Dominanz der Karibus im Holozän. Er erklärt das Verhältnis der Eingeborenen zu den Wölfen und geht u. a. ausführlich auf Jack Londons Erzählungen ein, die unsere Vorstellung vom Wolf als einem Symbol für Wildnis wesentlich geprägt haben. In einem düsteren Kapitel listet der Autor die Hintergründe und

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Zur Hölle mit den Wölfen – von Frank N. Möller

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03.04.2018 Wegen des tendenziösen Titels habe ich dieses Buch mit einem gewissen Widerwillen in die Hand genommen. Und wurde angenehm enttäuscht, aber auch bestätigt. Das ist ein ganz besonderes Antiwolfsbuch. Der Verfasser – kein Biologe, sondern Politikwissenschaftler – hat mit viel Fleiß und Akribie alles zusammengetragen, was er über Wölfe in der Literatur vorgefunden hat. Selbst auf ein ausführliches Kapitel über die Biologie des Wolfes mag er nicht verzichten. Das ist nicht das Feld, in dem er zu Hause ist – trotzdem muss man ihm lassen: Er hat korrekt recherchiert. Ebenso gewissenhaft geht er mit den zahllosen Fallbeispielen um, mit

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Tote Jäger schießen nicht – von Werner Schmitz

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03.04.2018 Ein Krimi im Wilden Osten, an der Grenze zwischen Polen und Brandenburg – das ist eine düstere Geschichte, in die uns der Autor da mitnimmt. Dass es mit einem totgeschossenen Wolf beginnt, passt irgendwie dazu. Leicht zu lesen, durchaus spannend, wenn man sich von der durchgehend niederdrückenden Atmosphäre – grauer kalter Winter, ungehobelte Menschen, triste Stimmung der Verloren- und Verlassenheit – nicht niederziehen lässt. Und wenn man Gefallen findet an der rustikalen, gelegentlich mit schrägen Wortspielen garnierten Schreibe des Autors. Da wäre weniger manchmal mehr gewesen. Frankh-Kosmos Stuttgart. ISBN978-3-440-15814-2. 16,99 Euro

Vor der Wahl, nach der Wahl …

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28.03.2018 In diesen Tagen konnte man sich so seine Gedanken machen über den Sinn und Zweck von Wahlen. Wozu braucht man die in Russland oder China, wenn vorher ausgemacht ist, wer gewinnt? Wozu in den USA, wenn Trump dabei rauskommt? Warum haben sich die Briten aus der EU rausgewählt, wenn sie jetzt am liebsten wieder rein wollen? Von der großen Politik zur kleinen, zur Wolfspolitik. Je nachdem ist es gerade vor der Wahl oder nach der Wahl oder mittendrin, nämlich während der Groko-Verhandlungen. Es ist kaum zu fassen, worüber sich unsere Volksvertreter da den Kopf zerbrochen haben: Über den sagenumwobenen

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LCIE in Trient: Hybridisierung im Mittelpunkt

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23.03.2018 Drei Tage lang trafen sich die Mitglieder der Large Carnivore Initiative for Europe im italienischen Trento, um über Schutz und Management der großen Beutegreifer zu beraten. Natürlich standen die Wölfe im Vordergrund – und hier ganz besonders das so genannte Hybridenproblem. So genannt, also kein wirkliches Problem? So konnte man Carsten Nowak vom Institut Senckenberg verstehen, der seine genetischen Arbeiten an Wölfen (und anderen Arten) vorstellte. Er räumte überzeugend mit einer ganzen Serie von Missverständnissen auf, die derzeit besonders in Deutschland die Runde machen, und stellte ein neues Verfahren vor, mit dem eine Identifizierung von Hybriden künftig sehr viel

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Ohrdruf: drei Hybriden geschossen

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28.03.2018 Das Umweltministerium von Thüringen hat mitgeteilt, dass drei der Hybridwelpen geschossen worden sind. Ein vierter ist wahrscheinlich vom Zug überfahren worden. Die genetische Bestätigung wird in einigen Tagen erwartet. Über die näheren Umstände schweigt sich das Ministerium aus – völlig zu Recht; denn die Wolfshätschler machen vermutlich schon gegen die Aktion mobil. Man kann Wetten darauf abschließen, dass die ersten Klagen gegen das Ministerium und die Schützen bereits unterwegs sind. Beiden sind gute Nerven zu wünschen.

Die Rückkehr der Wölfe – Grabenkämpfe statt Lösungssuche. Von Felix Knauer

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15.03.2018 Die Wölfe breiten sich in Deutschland und anderswo in Europa immer weiter aus, tauchen in Gebieten auf, in denen seit Jahrhunderten keine Rudel mehr vorkamen. Obwohl die vom Wolf verursachten Probleme eigentlich überall die gleichen sind (Wolf trifft auf Schaf, trifft auf Hirsch, trifft auf Reh), reagiert die Politik sehr unterschiedlich darauf. In Baden-Württemberg kann sich ein schwarzer Minister unter einem grünen Ministerpräsidenten überhaupt nicht vorstellen, dass Wölfe in Rudeln flächig die geeigneten Gebiete in seinem „Ländle“ besiedeln. In Bayern wettert seit Jahren schon die Politik (alles schwarz in schwarz) gegen den Wolf. Auch ein bayrischer Minister in Berlin,

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Frankreich: Neuer Managementplan für 500 Wölfe

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05.03.2018 Frankreich hat für die kommenden sechs Jahre einen neuen Wolfsmanagementplan aufgelegt. Hier die gekürzte Zusammenfassung eines Kommentars von Nick Huisman. In Frankreich leben zwischen 265 und 402 Wölfe (Stand März 2017). Jedes Jahr werden 10.000 Nutztiere getötet. Die Verluste durch herrenlose Hunde werden auf das Doppelte geschätzt. Der Managementplan sieht eine Kontrolle dieser Hunde vor. Weiterhin kommen jährlich etwa 120.000 Tiere auf der Weide durch andere Faktoren als Wölfe oder Hunde um. Von den insgesamt etwa 8,2 Mio Schafen und Ziegen in Frankreich töten die Wölfe jährlich etwa 0,1%. In Anlehnung an Empfehlungen von Wissenschaftlern strebt Frankreich eine Population

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Familie Wolf – gefährliche Nachbarn?

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Am Dienstag, 13.3.2018 um 20:15 Uhr, wird die zweite Dokumentation von Sebastian Koerner zum Wolfsverhalten „Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?“ in der WDR-Naturfilmreihe „Abenteuer Erde“ ausgestrahlt. Eine Wiederholung wird am 16.3.2018 um 14:30 Uhr gesendet.   https://www1.wdr.de/fernsehen/abenteuer-erde/sendungen/familie-wolf-gefaehrliche-nachbarn-100. Die Familie Wolf wurde im Herbst 2017 auf arte erstausgestrahlt und steht aktuell bis zum 16.3. in einer 52 min Langfassung in der arte-Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/061721-000-F/familie-wolf-gefaehrliche-nachbarn/  

Wolfspaar im Veldensteiner Forst bestätigt

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08.03.2018 Im Veldensteiner Forst in Bayern konnten an einem toten Hirschkalb erstmals genetische Spuren eines weiblichen und eines männlichen Wolfes nachgewiesen werden. Das weibliche Tier ist dort bereits seit April 2017 standorttreu. Der männliche Wolf ist ebenfalls bekannt: Er wurde im Februar 2017 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr (30 km östlich vom Veldensteiner Forst) nachgewiesen, wo er anscheinend Kontakt zu dem dort seit 2017 lebenden Paar hatte. Dieses Paar hat offensichtlich keine Welpen aufgezogen, ist aber nach wie vor in Grafenwöhr zu Hause. Der kurzfristige Besucher hielt sich von Juli 2017 bis Januar 2018 auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels auf. Der liegt

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Thüringen: Hybriden weiter auf freiem Fuß

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09.03.2018 In Thüringen ist es nicht gelungen, die sechs schwarzen Hybridwölfe auf dem militärischen Übungsplatz Ohrdruf (oder auch nur einen einzigen von ihnen) einzufangen. Unter dem Druck von „Tierschützern“ hatte es das Ministerium nicht gewagt, die Tiere zum Abschuss freizugeben, wie es von Fachleuten, darunter auch der DBB Wolf, empfohlen worden war. Man hätte wissen müssen, dass das Fangen der Hybriden enorm schwierig werden würde. Abschuss wäre die einzige sinnvolle Maßnahme, eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung ohne weiteres zu bekommen gewesen. Diese Hybriden werden nicht die einzigen bleiben. Soll dann jedesmal aufs Neue so lange gezögert und gezaudert werden, bis die Chancen,

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Gemeinsames Wolfsmanagement in SW Deutschland

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06.03.2018 Die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen wollen sich beim Wolfsmanagement zusammentun. Was genau sie wollen, ist den umfänglichen Presseberichten allerdings beim besten Willen nicht zu entnehmen. Man setze „konsequent auf Vorsorge,“ verkündet Umweltministerin Ulrike Höfken (Rheinland-Pfalz). Ach nein! Hallo Sachsen, Niedersachsen, Brandenburger – habt Ihr das gehört? Im Südwesten der Republik hat man anscheinend noch gar nichts davon mitbekommen, was Ihr seit Auftreten der Wölfe in dieser Hinsicht schon geleistet habt! In einer „bundesweit einmaligen Kooperationsvereinbarung“ wolle man sich um die „Besenderung von Wölfen“ (man hat gerade mal drei Einzeltiere in Baden-Württemberg), um den „Umgang mit auffälligen Tieren“ (in

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Brandenburg: Entnahme eines Rudels abgelehnt

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02.03.2018 In der Altmark, Brandenburg, hat ein Landwirt bei Dobbrikow wiederholt Rinder durch ein Wolfsrudel verloren. Das ist ärgerlich. Im Vertrauen auf die neue Wolfsverordnung des Landes hat der Eigentümer beantragt, dass das gesamte Rudel entnommen wird. Wie zu erwarten wurde der Antrag abgelehnt. Wolfsgegner, besonders der Bauernbund, sind darüber aufgebracht – offenbar hatte man überzogene Hoffnungen an die Verordnung geknüpft.