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Der Handlungsvorschlag des Forums Natur: ein Etikettenschwindel

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15.01.2019 Das FORUM NATUR hat zu Beginn des Jahres einen Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement in der Kulturlandschaft Deutschlands vorgelegt. Und sich damit auch gleich als Sprachrohr der traditionellen Jägerschaft geoutet. Die „Projektleitung“ lag mit H. Dammann-Tamke (Niedersachsen) und D.-H. Wellershoff (Brandenburg) bei den Präsidenten der jeweiligen Landesjägerschaften. Dr. A. Winter und Friedrich von Massow aus dem Präsidium des Deutschen Jagdverbandes bildeten mit Gregor Beyer (Forum) die Redaktion, die wissenschaftliche Beratung oblag Prof. Dr. Dr. Sven Herzog. Andere Verbände, die im Forum Natur versammelt sind (darunter Bauern, Waldbesitzer, Jagdgenossenschaften, Weinbauern, Fischer und Angler) werden nicht genannt. Wer will, kann daraus

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Falsche Botschaft: der Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement des FORUMS NATUR

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01.02.2019 Das FORUM NATUR hat einen Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement in der Kulturlandschaft Deutschlands vorgelegt. Die Kernbotschaften lauten: Für das Gebiet der BRD ist auf wissenschaftlicher Grundlage für die Wölfe ein „Akzeptanzbestand“ zu ermitteln und auf die Länder, letztlich auf die Landkreise herunterzubrechen. Der „Akzeptanzbestand“ ist durch eine „Schutzjagd“ in Anlehnung an das schwedische Vorgehen einzuhalten. Die Einhaltung des „Akzeptanzbestandes“ bietet die Gewähr dafür, dass Schäden an Weidetieren im akzeptablen Rahmen bleiben. Es ist eine „Wildökologische Raumplanung“ für Wölfe zu erstellen mit Wolfsschutzgebieten, Gebieten mit Wolfsmanagement und wolfsfrei zu haltenden Gebieten. Die Urheberschaft Im FORUM NATUR haben sich neun

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Wolf erschossen – „in Notwehr?“

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21.01.2019 Bei Potsdam (Brandenburg) ist ein Wolf während einer Bewegungsjagd von einem holländischen Jäger erschossen worden, weil er mehrere Hunde attackiert hat. Der Wolf habe auf Rufe und einen Warnschuss nicht reagiert. Der DJV, so heißt es, nehme den Fall „sehr ernst“ und fordere „Rechtssicherheit“ für die Jäger. „Sie müssen wissen, wie sie sich in einem derartigen Notstand verhalten sollen“, wird DJV-Präsident Hartwig Fischer zitiert. Diese „Rechtssicherheit“ ist gegeben: Zum einen ist der Wolf streng geschützt und darf nicht getötet werden. Zum anderen gibt es einen „rechtfertigenden Notstand“ nach § 34 StGB. Wir haben es hier mit einer „konkurrierenden Rechtslage“

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Zum Tod von Horst Stern

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18.01.2019 Horst Stern, der charismatische Buch- und Fernsehautor, Erfinder der Sendung „Sterns Stunde“ in den 1970er Jahren und Begründer der Zeitschrift NATUR ist nicht mehr. Stern war in den 1960er bis 1980er Jahren die Stimme des Naturschutzes. Seine Stimme, seine Sprache waren seine Markenzeichen. Wir hörten und lasen sie mit Genuss im Editorial des von ihm gegründeten Magazins NATUR, in seinen zahlreichen Büchern, und mit einer gewissen Mühe (weil der Mann so unfassbar viel wusste) in seinem Buch „Mann aus Apulien,“ über den Staufenkaiser Friedrich also, das ihm in der Welt der großen Literatur weltweite Anerkennung brachte. Wir hörten sie

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Kaffeekränzchen bei Svenja Schulze?

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07.01.2019 In den nächsten Tagen will sich Julia Klöckner (CDU) mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) treffen und über Wölfe reden. Vermutlich will die Bundeslandwirtschaftsministerin ausloten, ob man nicht endlich Wölfe schießen kann. Wenn sie „nur“ Problemwölfe meint, sollte sie zuhause bleiben und sich wichtigeren Dingen zuwenden. Wahrscheinlich aber meint sie Abschüsse zur „Populationsbegrenzung.“ Das hat sie gleich zu Beginn ihrer Amtszeit verlauten lassen und seither ständig wiederholt. Mit diesem Ansinnen ist sie in prominenter Gesellschaft. Quer durch fast alle Parteien, die Grünen ausgenommen, sehen Politiker die Lösung von Konflikten im Schießen von Wölfen statt im Schützen von Weidetieren. Auch Frau

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Skandalöse Zustände in der Almwirtschaft von Südtirol

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27.12.2018 In der Südtiroler Tageszeitung vom 27.12.2018 berichtet Erna Egger über Betrügereien in der Südtiroler Almwirtschaft, die von der Forststation Sterzing aufgedeckt worden sind. Die Erhebungen umfassen 800 Seiten. Es geht um hunderttausende Euro und um Straftaten, die nach italienischen Recht mit bis zu sechs Jahren Haft belegt sind. Rund ein Dutzend Bauern stehen im Fokus der Staatsanwaltschaft.   Der Hintergrund: Im Pfitschtal haben ortsansässige Bauern ihre Almweideflächen an ortsfremde, meist norditalienische Großbauern verpachtet. Die treiben aber gar keine eigenen Tiere auf, sondern kassieren fette EU-Beiträge, weil sie über die Pachtverträge beweidete Flächen nachweisen können. Die Großbetriebe verfügen über historisch

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Was sonst noch geschah

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07.01.2019 Bei Baiersbronn im Schwarzwald, Baden-Württemberg, ist am 24.11. ein Wolf auf zwei Wildkameras aufgenommen worden. Zunächst hieß es, damit sei ein zweiter Wolf im Schwarzwald nachgewiesen. Das war eine Datenpanne, die rasch geklärt wurde. Nach wie vor gibt es im Schwarzwald sichere Nachweise nur für einen Wolf. In Bayern hat ein Jäger das gesamte Veldensteiner Rudel in einer Nachtaufnahme mit seinem Smartphone gefilmt. Es sind sechs Wölfe. Bisher waren nur zwei Welpen bestätigt. Das Rudel hat also vier Welpen. Die Süddeutsche Zeitung widmete der Geschichte eine halbe Seite mit dem Interview des Jägers. Das Rudel im Nationalpark Bayerischer Wald

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Freiheit von den Wölfen!

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06.01.2019 In Brandenburg sollen sich etwa 40 Kommunen zu „wolfsfreien Gemeinden“ erklärt haben. Andere Gemeinden wollen dem Beispiel folgen. Was sie damit bezwecken, ist klar: Sie wollen uns auf ihrem Gemeindegebiet nicht haben. Wie sie sich das vorstellen, ist Isegrim freilich ein Rätsel. Es ist sonderbar, welche Vorstellungen manche Bürgermeister und Gemeinderäte davon haben, wie unser Gemeinwesen funktioniert. Natürlich kann eine Gemeinde nicht per Gemeinderatsbeschluss das Naturschutzrecht außer Kraft setzen – ebenso wenig wie z. B. die Straßenverkehrsordnung. Man stelle sich nur mal vor, eine Gemeinde entscheidet, dass im Dorf 80 kmh gefahren werden dürfen! Der Widerstand gegen unsereins treibt

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Bürgerwissenschaftler begegnen deutscher Obrigkeit

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27.12.2018 Zunächst die gute Nachricht: Das ist der Bericht von Biosphere Expeditions Deutschland über einen Einsatz von Bürgerwissenschaftlern in Niedersachsen im Jahr 2017. Die schlechte Nachricht ist der Umgang des Jagd-verbandes, der Grundeigentümer und sogar der Landesforstverwaltung mit dieser seit Jahrzehnten weltweit agierenden Naturschutzorganisation. Die ganze Geschichte ist hervorragend dokumentiert, aber so umfangreich, dass ich sie nicht in ein oder zwei kurzen Texten unterbringe. Dennoch meine ich, sie sagt viel aus darüber, wie offizielle Stellen und politische Mandatsträger mit dem Thema Wolf, überhaupt mit engagierten Bürgern und mit Naturschutzorganisationen umgehen, und auch darüber, mit welcher Anmaßung und Arroganz sie das

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Biosphere Expeditions: Ergebnisse Niedersachsen 2017

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26.12.2018 Hier einige Auszüge aus dem umfangreichen Bericht Zeitraum 17. Juni bis 21. Juli 2017 in vier einwöchigen Gruppen von max. 12 Teammitgliedern, organisatorisch unterstützt vom Wolfsbüro Niedersachsen und einigen lokalen Wolfsberatern. Vorausgegangen war ein zweitägiger Einführungskurs. Schwerpunkt: Wolfshinweise finden, insbesondere Losungen für DNA-Beprobung und Nahrungsanalysen. Geländebegehungen ausschließlich auf öffentlichen Wegen. 25 Zellen von jeweils 10×10 km des EU-Gitternetzes wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad untersucht (insgesamt 1.133 km). Alle Rasterzellen wurden mehrfach besucht, so dass sie insgesamt 52mal abgedeckt wurden. Gesammelt wurden 76 Wolfslosungen. 33 wurden genetisch untersucht, 75 Losungen befinden sich noch im Labor. 22 (29%) der

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Niedersachsens Jägerpräsident zum Fall Steinfeld

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27.12.2018 Nachdem schon der Umweltminister mit seinen Kommentaren zum „Fall Steinfeld“ – wo angeblich ein Arbeiter von einem Wolf gebissen worden war – nicht eben positiv oder sachkundig aufgefallen war, hat sich nun auch der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen Helmut Dammann-Tamke zu Wort gemeldet. Die Stader Kreiszeitung gibt ihm am 10.12.2018 reichlich Raum, seine Ansichten zu dem Fall auszubreiten. Der Jägerpräsident nutzt die Gelegenheit zu einem Rundumschlag gegen das Institut Senckenberg. Das ist eine unfassbare Diffamierung und üble Nachrede, und dazu auf fachlich äußerst dünnem Niveau. Herr Dammann-Tamke ist mit dem Ergebnis der genetischen Analyse („Wolf nicht nachweisbar“) offensichtlich nicht

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Schweden: Illegale Wolfsjagd nimmt zu

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24.12.2018 Durch illegale Abschüsse kommen in Schweden derzeit mehr Wölfe ums Leben als durch irgendeine andere dokumentierte Ursache. Ein aktueller Bericht der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität (SLU) legt dar, dass der Wolfsbestand dadurch aktuell um 20 Prozent im Jahr reduziert wird. Der Bericht über die Erfassung des Wolfsbestandes für die Saison 2017/2018 berechnet ungefähr 305 Individuen im Land. Für diesen Erfassungszeitraum werden 48 getötete Wölfe ausgewiesen. Die Todesursachen sind Quotenjagd, Schutzjagd, Verkehrsunfälle oder sonstige Ursachen. Dabei handelt es sich lt. Olof Liberg, Wolfsforscher und Dozent an der SLU, um dokumentierte Fälle, bei denen jeweils auch die Kadaver der toten Wölfe vorlagen. Außerdem

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Kauzig

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22.12.2018 Isegrim kriegt sich nicht mehr ein. Jetzt bläst der NABU selber zum Halali auf die Wölfe. Volker Steck vom NABU Xanten (Niederrhein) erklärt warum: Wenn der Wolf kommt, müssen die Schafe gehen. Dann wächst die Vegetation auf den Wiesen hoch, auf denen die Steinkäuze Beute machen. Deshalb müsse das Wolfskonzept für NRW überdacht werden. „Mit der Entnahme von Wölfen, die regelmäßig Weidetiere töten, würde der bundesweite Bestand in keiner Weise gefährdet.“ Wegen der Steinkäuze. So einfach ist das. Solch ein Unfug ist das. Es steckt ein schlichtes Denken dahinter, das die Natur als ein simples eindimensionales Gefüge begreift, zum

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Aus Mangel an Beweisen

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09.12.2018 Der DNA-Test des Instituts Senckenberg an sieben Proben hat keinen Nachweis dafür ergeben, dass bei dem ominösen „Wolfsangriff“ in Steinfeld ein Wolf beteiligt war. Es wurden Katzen- und Hundehaare am Pullover des betroffenen Arbeiters nachgewiesen. Nichts an dem Hammer, mit dem er dem Tier auf die Pfote gehauen hatte. Vor der Presse betonte Umweltminister Olaf Lies (SPD) zum wiederholten Mal, er habe sich „ein anderes Ergebnis des Tests gewünscht.“ Denn „wären Wolfsspuren festgestellt worden, wäre eine Tötung unumgänglich gewesen.“ Hier der Link zum Pressegespräch:  https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Wolfs-Attacke-Spuren-liefern-keinen-Nachweis,pk180.html Der Umweltminister erläuterte, wie er sich diese Tötung vorgestellt hätte. Dann wäre geschossen und/oder

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Vom Wolf gebissen?

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29.11.2018 Darauf haben manche schon lange gewartet: Ein Mensch ist von einem Wolf angegriffen und gebissen worden. Wirklich? War es ein Wolf? Und war es ein Angriff? Es gibt keine Zeugen für den Vorfall, und die Analyse ist noch nicht abgeschlossen. Mit diesen Vorbehalten hier eine Einschätzung, zugegeben weit ab vom Geschehen. Was ist passiert? In Steinfeld, Samtgemeinde Bülstedt in Niedersachsen, ist ein Gemeindearbeiter damit beschäftigt, den Friedhofszaun zu reparieren. Am Boden hockend wird er von einem Wolf (glaubt er), der sich ihm unbemerkt von hinten genähert hat, in den Unterarm gebissen. Der Mann wehrt sich, indem er dem Tier

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