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Vortragstour Axel Gomille – die richtigen Termine

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07.11.2017 Hier nun die richtigen Termine der Vortragstour von Axel Gomille: November 2017, Hamburg, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Wiesendamm November 2017, Braunschweig, 19:00 Uhr, Konferenzcenter im BZV Medienhaus November 2017, München, 16:00 Uhr, Tagungszentrum Kolpinghaus November 2017, Frankfurt/Main, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Grusonstrasse November 2017, Berlin, 20:00 Uhr, Freie Universität, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A November 2017, Stuttgart, 19:00 Uhr, Liederhalle Schillersaal

Ein toter Wolf fürs Ego

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03.11.2017 In einer eineinhalb Seiten langen Mitteilung informiert das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) darüber, dass der Abschuss eines Wolfes aus dem Rosenthalrudel genehmigt werde. Die Abschusserlaubnis ist auf das Gebiet des Rudels begrenzt und befristet bis 30. November. Geschossen werden darf nur „auf einen Wolf, der die Nutztiere einer Weide außerhalb des Waldes so in Unruhe versetzt, dass die Schutzmaßnahmen von innen niedergetreten werden beziehungsweise er selbst die vorhandenen Maßnahmen überwindet.“ Das Rosenthalrudel in Ostsachsen ist wiederholt durch Übergriffe auf Schafe aufgefallen. Etwa 200 getötete Tiere werden ihm innerhalb der letzten vier Jahre zur Last gelegt – 50

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Achtung: Korrektur zur Vortragstour von Axel Gomille

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05.11.2017 Aufmerksame Leser von Wolfsite haben mich darauf hingewiesen, dass die hier genannten Termine nicht mit denen auf der verlinkten Website zusammenpassen. Ich bin dabei, die Unstimmigkeiten zu klären, und bitte um etwas Geduld. uw.   https://outdoor-ticket.net/events/wildewoelfe/  

Von Totschießern und Totschützern

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25.10.2017 Ein Blick in die „Sozialen Medien“ lässt Böses ahnen: Es geht den Wölfen an den Kragen. Gewinnen die Totschießer an Boden? Im Bayerischen Wald sind aus einem großen Schaugehege des Nationalparks am 06.10. sechs Wölfe ausgebrochen. Einer wurde gleich überfahren, zwei weitere wurden vom Personal des Nationalparks erschossen, weil sie weder in die Fallen gingen noch sich mit einem Narkosegewehr erwischen ließen. Am 20.10. wurde ein weiterer Ausreißer in einer Lebendfalle gefangen. Die letzten beiden sind immer noch in der Nähe des Geheges und mehrmals auf Fotofallen abgelichtet worden. Am 23.10. haben Wolfsschützer dem Ministerium eine Petition übergeben, die

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Betäuben ist doch ganz einfach – oder?

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22.10.2017 In meiner Zeit als Wildbiologe habe ich an zahlreichen Betäubungsaktionen teilgenommen, darunter an Rothirschen und an Wölfen. Deshalb traue ich mir ein Urteil zu über die Aktionen, die die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald unternimmt, um die ausgebrochenen Gehegewölfe wieder zu bekommen. Zu diesen Aktionen äußern sich gerade Kreti und Pleti, die anscheinend genau wissen, dass das ein Kinderspiel ist. Vielleicht haben sie in ihrer Jugend zu viel Daktari geschaut. Die Realität sieht anders aus. Der Unterschied zwischen Narkosegewehr und einem Gewehr mit scharfer Jagdmunition ist ungefähr der: Mit einem Jagdgewehr können Sie ein Tier von Wolfsgröße (also zum Beispiel ein

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Wolfshatz für die Forschung

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22.10.2017 Fremde Federn sind nicht mein Ding. Deshalb muss ich hier klarstellen: Ich habe niemals im Leben aus dem Hubschrauber heraus einen Wolf mit einem Narkoseschuss betäubt. In einem Textkommentar des Bayerischen Rundfunks zu einem Interview wird mir diese Behauptung in den Mund gelegt. Sie ist nicht wahr, und sie ist so nicht gefallen. Aber lassen Sie sich den Hintergrund erzählen: Im März 1993 war ich einer Einladung von Bob Hayes gefolgt, im Yukon an seinem Wolfsprojekt Finlayson teilzunehmen. Schon am ersten Tag ging es ans Eingemachte. Einer der Buschfliegerpiloten im Team hatte ein Wolfspaar lokalisiert, der Halsbandsender des Rüden

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Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt

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11.10.2017 Die wiederholt durch ungewöhnliche Nahbegegnungen mit Menschen auffällig gewordenen Wolfswelpen des Milkeler Rudels im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sollen vergrämt werden. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung wurde am 05.10.2017 von der Landesdirektion Sachsen gegenüber der Biosphärenreservatsverwaltung erteilt. Die Maßnahme erfolgt durch Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung und des LUPUS Institutes. Mindestens drei der derzeit etwa fünf Monate alten Welpen des Milkeler Rudels haben sich Menschen neugierig auf wenige Meter genähert oder Gegenstände in deren unmittelbarer Nähe untersuchten. In keinem Fall haben sie sich aggressiv verhalten. Die Gründe für ihr vertrautes, unscheues Verhalten sind nicht bekannt. Sie sollen nun mit Gummimunition beschossen werden

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Open House im Nationalpark

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11.10.2017 In der Nacht zum Freitag, 06.10., sind bei Lindberg im Westteil des Nationalparks Bayerischer Wald sechs Wölfe aus einem großen Tierfreigelände entkommen. Die Gruppe im Gehege bestand aus neun unmittelbar miteinander verwandten Tieren. Das mehrfach gesicherte Gehegetor war gewaltsam geöffnet worden. Eine Unachtsamkeit des Parkpersonals kann ausgeschlossen werden. Bereits einen Tag später wurde einer der Wölfe auf der Bahnstrecke Zwiesel-Bayerisch Eisenstein vom Zug überfahren. Ein anderer Wolf ist jenseits der Landesgrenze auf tschechischem Terrain gesichtet worden. Inzwischen gibt es Beobachtungen und sogar Videoaufnahmen, einige davon aus mehreren Kilometern Entfernung vom Ausbruchsort. Ein Wolf soll einen Wanderer angeknurrt haben. Die

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Griechenland: Wölfe oder Hunde?

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07.10.2017 Zu der Tragödie in Griechenland (wie von Wolfsite berichtet, war eine Frau von Hunden oder Wölfen getötet worden) hat Yorgos Iliopoulos die folgenden weiteren Informationen mitgeteilt: Es gibt noch keinen offiziellen forensischen Untersuchungsbericht und auch noch keine genetische Analyse. Die Angaben des Coroners (Untersuchungsrichter oder Leichenbeschauer) sind fachlich nicht haltbar (u. a. behauptete er, Hunde fräßen kein menschliches Fleisch, würden einen menschlichen Körper nicht zerlegen, könnten keine größeren Knochen brechen …). Yorgos hat mit seinen Mitarbeitern Fotofallen in einem Radius von 500 bis 5.000 m um den Ort des Geschehens aufgestellt und wird sie nach zehn Tagen kontrollieren. Außerdem

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Alltägliche Fragen, Mutmaßungen, Gerüchte …

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04.10.2017 Fragen wie die folgenden erreichen mich alle paar Tage. Hier eine Kostprobe. Meine Antworten in kursiver Schrift.   Wieso gab es außer in Ostpolen nach der Ausrottung und bis zur Wiederansiedlung der Wölfe in Polen und Deutschland nie eine größere Wolfspopulation? Weil Wölfe vogelfrei waren. Sie galten schlicht als schädliche Tiere und wurden mit allen Mitteln verfolgt. In Polen sind nirgends Wölfe „wiederangesiedelt“ worden. Sie waren nie ausgerottet und wurden wohl auch durch Zuwanderer aus Weißrussland und der Ukraine unterstützt. Warum erschienen die ersten Wölfe bzw. Wolfsrudel in Deutschland fast immer auf den Truppenübungsplätzen? So bildete sich z.B. um 2009

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Erziehungsprogramm für Wölfe?

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04.10.2017 Wölfen kann man nicht abgewöhnen, Weidetiere zu attackieren. Überlegungen dazu sind ein Irrweg. Was hilft, ist solider Herdenschutz und nichts sonst. Aber im Wahlkampf dürfen die Gedanken sonderbare Blüten treiben. Wenn wir das Hochgebirge und die Deiche mal ausnehmen, dann steht fest: Schafe kann man gegen Wölfe mit vertretbarem Aufwand gut schützen. Im Prinzip gilt das auch für Rinder. Allerdings sind bei der Mutterkuhhaltung die Flächendimensionen um Zehnerpotenzen größer. Glücklicher Weise gehen die meisten Wölfe bei uns den Rindern aus dem Wege. Aber leider nicht alle. Bei Cuxhaven sind die Wölfe anscheinend draufgekommen, dass Rinder eine leichte Beute sind.

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Tragödie in Griechenland – waren es Wölfe?

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29.09.2017 Bei Maroneia in Nordgriechenland ist am 21.09., einem Donnerstag, eine 62jährige Britin von Hunden oder Wölfen getötet worden. Die Frau war allein unterwegs, um eine archäologische Fundstätte zu besuchen. In ihrer Not hatte sie mit dem Handy noch ihre Verwandten in Großbritannien angerufen und berichtet, dass sie von Hunden angegriffen werde. Die Verwandten verständigten daraufhin das Konsulat in Athen. Mit Hilfe von Suchhunden wurden die sterblichen Überreste der Frau am Samstag (23.09.) gefunden. Sie war weitgehend gefressen, die Glieder waren vom Körper getrennt und verstreut. Umgehend verbreiteten die Medien die Kunde, dass die Frau von einem Wolfsrudel getötet worden

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Die Rückkehr der Wölfe – ein Missverständnis?

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Von Eckhard Fuhr 24.08.2017 Das Gutachten, das Hans-Dieter Pfannenstiel für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe zum Umgang mit dem Zuwanderer Wolf verfasst hat, zieht weite Kreise. Es könnte zu so etwas wie einem „Manifest“ der Wolfsskeptiker und Wolfsgegner werden. Sie werden sich in der politischen Auseinandersetzung um den Wolf immer wieder darauf berufen. Ich will hier nicht auf einzelne Argumente Pfannenstiels eingehen, sondern mich mit einer Denkfigur auseinandersetzen, die in seinem Text immer wieder aufscheint. Es ist die Vorstellung, dass der Wolf in Deutschland zur falschen Zeit am falschen Ort sei, dass also

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Ansichten eines Professors zum Wolf

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24.08.2017 Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel hat für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e. V. und den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e. V. eine gutachtliche Stellungnahme zum Wolf in der Kulturlandschaft Deutschlands verfasst. Diese Arbeit wird viel Beachtung finden, wie so ziemlich alles, was über Wölfe mit dem Anstrich fachlicher Kompetenz verbreitet wird. Hans-Dieter Pfannenstiel hat weit ausgeholt und sich damit übernommen. Bei allem Respekt vor seiner Person darf man zunächst die fachliche Kompetenz des Verfassers für diese Stellungnahme hinterfragen. Auf Seite 11 stellt er sich selber vor. Das wissenschaftliche Arbeitsfeld des Professors für Zoologie war die „Embryonalentwicklung und Geschlechtsentwicklung

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Ein Wort in eigener Sache zu Dunja Hayali

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24.08.2017 Am 09.08.2017 habe ich mich kritisch zu der Fernsehsendung von Dunja Hayali im ZDF geäußert. Dabei habe ich den Begriff „Endlösung“ gebraucht für den Fall, dass man – wenn man nicht mehr weiter weiß – das Cuxhavener Rudel eliminieren sollte. Ich stehe nach wie vor dazu, dass man diese Alternative in Erwägung ziehen muss, wenn man keine andere Lösung für den Schutz der Rinder findet. Aber der Begriff „Endlösung“ ist untrennbar mit der Vernichtung von Millionen Menschen im Dritten Reich verbunden und in einem Text wie diesem fehl am Platze. Ich bedaure meinen Fehler. Als mich ein kritischer Leser

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