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Alle Jahre wieder: Wie viele Wölfe?

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15.12.2017 Im November ist der offizielle Status der deutschen Wölfe vom BfN veröffentlicht worden. Demnach waren im Bundesgebiet zu Ende des Monitoringjahres 2016/17 – also vor acht Monaten – 60 Rudel, 13 territoriale Paare und drei ortsfeste Einzelwölfe bestätigt. Das BfN geht auf dieser Grundlage von insgesamt 150 – 160 erwachsenen Wölfen im Bundesgebiet aus. Wie gesagt – das ist der Stand vor acht Monaten. Auf der Website der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes – Wolf (DBB Wolf) ist das sehr gut dargestellt. Außerdem gibt es auch eine Darstellung der aktuell bekannten Rudel, Paare und Einzelwölfe, die sich natürlich laufend

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Eine Kulturgeschichte des Wolfs – von Rainer Schöller

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14.12.2017 Rainer Schöller hat echten Frondienst geleistet für eine gute Sache. Er hat das Bild gerade gerückt, das wir vom Wolf aus dem späten Mittelalter bzw. der beginnenden Neuzeit haben. Dieses Bild bringt er in den Kontext der gesellschaftlichen, landeskulturellen und politischen Situation jener Zeit etwa zwischen dem 17. Jahrhundert und der Gegenwart – eine düstere Periode mit Millionen an Menschenverlusten im dreißigjährigen Krieg und durch die Pest, und Knechtung, ja Versklavung der bettelarmen Bauern durch Adel und Klerus. Eine Zeit, in der ein Menschenleben der ländlichen Leute wenig galt, und die zwangsläufig zum Aufbegehren gegen die allgewaltige katholische Kirche,

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Die Goldenstedter Wölfin wird angefüttert

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15.12.2017 Aus Kanada (!) habe ich eine aufregende Nachricht bekommen. Die Goldenstedter Wölfin wird offenbar angefüttert. Ein Videoclip, der das belegt, macht auf Facebook die Runde. Der Autor, ein Holländer, hat keine Skrupel mitzuteilen, dass er u. a. Makrelen auslegt, um die Wölfin auf seinen Film zu bannen. Die näheren Umstände kenne ich nicht, holländisch kann ich auch nicht. Ich bin der Sache trotzdem nachgegangen, und dies ist dabei herausgekommen: Dem Wolfsbüro in Hannover ist die Sache bekannt. Es hat den Fall an die Untere Naturschutzbehörde Diepholz verwiesen. Diese Behörde ist zuständig (nicht das Wolfsbüro!), sieht aber keine rechtliche Handhabe,

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Märchenstunde am Tegernsee

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07.12.2017 Am 27.11. hatte der Landesjagdverband (LJV) Bayern zu einem Vortrag an den Tegernsee eingeladen. Redner war Rolf Kotzur, angekündigt als „Experte“ im LJV Sachsen. Seine Kernaussagen: Die offiziellen Wolfszahlen seien gefälscht. Die Wolfspopulation sei sechsmal so groß wie vom Monitoring angegeben. Man habe „Probleme mit einer ständig wachsenden Zahl von Wolf-Hund-Hybriden“. Riesige Rot- und Damwildrudel, die sich wegen der Wölfe zusammenstellen, würden die Felder verwüsten. Von Rolf Kotzur hätte man gerne Auskunft darüber bekommen, wie er auf diese Zahlen kommt. Sechsmal so viele Wölfe – das wären dann, nähme man Kotzur beim Wort, in Sachsen allein 64 Rudel –

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Der Wolf ist in Deutschland nie ausgestorben!

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08.12.2017 Auch der Landtag von Baden-Württemberg erlebte eine Märchenstunde. Anlässlich einer Anhörung zum Wolf verkündete der Geschäftsführer des Forums Natur Gregor Beyer, der Wolf sei „in Deutschland nie ausgestorben.“ Man habe ihn lediglich „an der Reproduktion gehindert.“ Alles andere sei „ein Märchen.“ Nach dieser Lesart ist der Wolf beispielsweise auch in Niedersachsen nie ausgestorben. Denn immerhin sind in diesem Bundesland allein nach dem II. Weltkrieg fünf Exemplare erschienen – 1948 Fallingbostel, 1952 Unterlüß, 1952 Uelzen, 1955 Fallingbostel, 1956 Gifhorn. Die hat man ebenfalls an der Reproduktion gehindert, indem man sie totschoss (übrigens ganz legal). Ebenso wie die über dreißig Wölfe,

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Aktuelle Nachrichten

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06.12.2017 Das Landratsamt Bautzen (Sachsen) hat die Anordnung zum Abschuss eines Wolfes aus dem Rosenthalrudel umgehend wieder zurückgezogen. Das Vorhaben war mit heißer Nadel gestrickt und rief die Grüne Liga auf den Plan, die einen Aufschub erwirkte. Im Bayerischen Wald sind von den sechs aus einem Gehege des Nationalparks ausgebrochenen Wölfen nach wie vor zwei auf freiem Fuß. Der junge Rüde ist mittlerweile bis in die Gegend von Linz (Österreich) abgewandert und hat dort vor den Augen von Leuten einen Hahn gerissen und verspeist. Dabei ließ er sich fotografieren. Das Bild zeigt einen außerordentlich strammen, gut genährten Wolf in bester

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Zweifelhafte Schützenhilfe aus Schweden

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23.11.2017 In Brandenburg brütet das Fachreferat schon seit Monaten über einer „Wolfsverordnung.“ Der erste Versuch ist gründlich schief gegangen. Weil man erst diese Wolfs-VO unter Dach und Fach haben will, wird nun nichts mehr aus der für 2017 vorgesehenen Überarbeitung des Wolfsmanagementplans. So wie die Wolfs-VO angedacht ist – Eingriffe vor dem Erreichen eines günstigen Erhaltungszustands großzügig zu erlauben – kann man damit rechnen, dass sofort dagegen geklagt wird. Damit rückt dann auch eine Überarbeitung des Managementplans in weite Ferne. Im September hat man sich nun Rat aus Schweden geholt. Ausgerechnet Schweden. Das Land hat nicht nur völlig andere Probleme

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Sehr geehrter Herr Minister Backhaus,

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20.11.2017 im Vorfeld der Konferenz der Umweltminister der Länder am 16./17.11. in Potsdam haben Sie in verschiedenen Interviews Stellung zum Thema Wölfe bezogen. Sie reden klaren Text, einige Ihrer Amtskollegen übernehmen Ihre Position, Verbandsvertreter benutzen Ihre Argumente. So bündeln sich, so bündeln Sie eine Position zur Entwicklung der Wölfe in Deutschland. An dieser Position gibt es einiges zu hinterfragen. Die Rückkehr des Wolfes, sagen Sie, sei „ein Erfolg für den Artenschutz und auch für die Landwirtschaft.“ Für die Landwirtschaft? Herr Minister – wollen Sie mir das bitte erklären? So schön das wäre – ich fürchte, mit dieser Ansicht stehen Sie

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Vortragstour Axel Gomille – die richtigen Termine

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07.11.2017 Hier nun die richtigen Termine der Vortragstour von Axel Gomille: November 2017, Hamburg, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Wiesendamm November 2017, Braunschweig, 19:00 Uhr, Konferenzcenter im BZV Medienhaus November 2017, München, 16:00 Uhr, Tagungszentrum Kolpinghaus November 2017, Frankfurt/Main, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Grusonstrasse November 2017, Berlin, 20:00 Uhr, Freie Universität, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A November 2017, Stuttgart, 19:00 Uhr, Liederhalle Schillersaal

Ein toter Wolf fürs Ego

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03.11.2017 In einer eineinhalb Seiten langen Mitteilung informiert das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) darüber, dass der Abschuss eines Wolfes aus dem Rosenthalrudel genehmigt werde. Die Abschusserlaubnis ist auf das Gebiet des Rudels begrenzt und befristet bis 30. November. Geschossen werden darf nur „auf einen Wolf, der die Nutztiere einer Weide außerhalb des Waldes so in Unruhe versetzt, dass die Schutzmaßnahmen von innen niedergetreten werden beziehungsweise er selbst die vorhandenen Maßnahmen überwindet.“ Das Rosenthalrudel in Ostsachsen ist wiederholt durch Übergriffe auf Schafe aufgefallen. Etwa 200 getötete Tiere werden ihm innerhalb der letzten vier Jahre zur Last gelegt – 50

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Achtung: Korrektur zur Vortragstour von Axel Gomille

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05.11.2017 Aufmerksame Leser von Wolfsite haben mich darauf hingewiesen, dass die hier genannten Termine nicht mit denen auf der verlinkten Website zusammenpassen. Ich bin dabei, die Unstimmigkeiten zu klären, und bitte um etwas Geduld. uw.   https://outdoor-ticket.net/events/wildewoelfe/  

Von Totschießern und Totschützern

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25.10.2017 Ein Blick in die „Sozialen Medien“ lässt Böses ahnen: Es geht den Wölfen an den Kragen. Gewinnen die Totschießer an Boden? Im Bayerischen Wald sind aus einem großen Schaugehege des Nationalparks am 06.10. sechs Wölfe ausgebrochen. Einer wurde gleich überfahren, zwei weitere wurden vom Personal des Nationalparks erschossen, weil sie weder in die Fallen gingen noch sich mit einem Narkosegewehr erwischen ließen. Am 20.10. wurde ein weiterer Ausreißer in einer Lebendfalle gefangen. Die letzten beiden sind immer noch in der Nähe des Geheges und mehrmals auf Fotofallen abgelichtet worden. Am 23.10. haben Wolfsschützer dem Ministerium eine Petition übergeben, die

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Betäuben ist doch ganz einfach – oder?

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22.10.2017 In meiner Zeit als Wildbiologe habe ich an zahlreichen Betäubungsaktionen teilgenommen, darunter an Rothirschen und an Wölfen. Deshalb traue ich mir ein Urteil zu über die Aktionen, die die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald unternimmt, um die ausgebrochenen Gehegewölfe wieder zu bekommen. Zu diesen Aktionen äußern sich gerade Kreti und Pleti, die anscheinend genau wissen, dass das ein Kinderspiel ist. Vielleicht haben sie in ihrer Jugend zu viel Daktari geschaut. Die Realität sieht anders aus. Der Unterschied zwischen Narkosegewehr und einem Gewehr mit scharfer Jagdmunition ist ungefähr der: Mit einem Jagdgewehr können Sie ein Tier von Wolfsgröße (also zum Beispiel ein

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Wolfshatz für die Forschung

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22.10.2017 Fremde Federn sind nicht mein Ding. Deshalb muss ich hier klarstellen: Ich habe niemals im Leben aus dem Hubschrauber heraus einen Wolf mit einem Narkoseschuss betäubt. In einem Textkommentar des Bayerischen Rundfunks zu einem Interview wird mir diese Behauptung in den Mund gelegt. Sie ist nicht wahr, und sie ist so nicht gefallen. Aber lassen Sie sich den Hintergrund erzählen: Im März 1993 war ich einer Einladung von Bob Hayes gefolgt, im Yukon an seinem Wolfsprojekt Finlayson teilzunehmen. Schon am ersten Tag ging es ans Eingemachte. Einer der Buschfliegerpiloten im Team hatte ein Wolfspaar lokalisiert, der Halsbandsender des Rüden

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Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt

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11.10.2017 Die wiederholt durch ungewöhnliche Nahbegegnungen mit Menschen auffällig gewordenen Wolfswelpen des Milkeler Rudels im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sollen vergrämt werden. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung wurde am 05.10.2017 von der Landesdirektion Sachsen gegenüber der Biosphärenreservatsverwaltung erteilt. Die Maßnahme erfolgt durch Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung und des LUPUS Institutes. Mindestens drei der derzeit etwa fünf Monate alten Welpen des Milkeler Rudels haben sich Menschen neugierig auf wenige Meter genähert oder Gegenstände in deren unmittelbarer Nähe untersuchten. In keinem Fall haben sie sich aggressiv verhalten. Die Gründe für ihr vertrautes, unscheues Verhalten sind nicht bekannt. Sie sollen nun mit Gummimunition beschossen werden

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