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Viele offene Fragen um gerissenen Jagdhund

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22.02.2018 Am 30.01.2018 wurde eine Deutsche Bracke auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet. Es ist der bisher einzige Fall in ca. 330 Rudeljahren. Durch genetische Analysen ist der Urheber zweifelsfrei als der Daubitzer Rudelführer identifiziert. Es war also nicht der polnische Wolf, der fünf Wochen vorher zwei Hunde getötet hat und als verhaltensauffälliger Wolf geschossen wurde. Der Eigentümer der getöteten Bracke hat einen detaillierten Bericht über das Geschehen auf der Website JAWINA veröffentlicht. Er wird hier gekürzt wiedergegeben. Bitte lesen Sie den Kommentar: Der Bericht wirft einige Fragen auf. Bericht zum Vorfall vom Eigentümer des Hundes Jan Prignitz:

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Der Wolf in der Hauptstadt. Von Eckhard Fuhr

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16.02.2018 Leibhaftig wurde noch kein Wolf im Berliner Regierungsviertel gesehen. Trotzdem ist Canis lupus mit Beginn des Jahres endgültig im Zentrum der deutschen Politik angekommen. Während Union und SPD über ein Wolfskapitel in ihrem Koalitionsvertrag verhandelten, debattierte der Bundestag am 2. Februar über Anträge der FDP und der AfD, in denen die Übernahme des Wolfs ins Jagdrecht und seine jagdliche „Regulierung“ gefordert wurden. Grüne und Linke hatten Gegenanträge eingebracht, in denen sie dieses Ansinnen zurückwiesen und eine Verbesserung des Herdenschutzes und der wirtschaftlichen Lage der Schäfer fordern. Die Anträge wurden an den Umweltausschuss und nicht an den Landwirtschaftsausschuss überwiesen, was

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Aus der Gruft: die Bautzener Erklärung – aktualisiert

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16.02.2018 Man soll Dummheiten nicht auch noch ein Podium bieten. Besser überlässt man sie dem Vergessen. Mit dem Vorsatz „Nicht mal ignorieren!“ kann man sich viel unnötigen Ärger ersparen. Nun hat sich aber in den letzten Monaten gezeigt, dass nichts so dumm sein kann, als dass es ein Politiker nicht aufgreift und als „Argument“ in der politischen Diskussion benutzt. Die Wolfspolitik ist eine perfekte Bühne dafür. Damit niemand behaupten kann, er habe es ja nicht besser wissen können, muss man gelegentlich Unsinn aufgreifen und als solchen entlarven. Und die Hintermänner. Deshalb hier ein paar Anmerkungen zur „Bautzener Erklärung“ vom November

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Der Wolf und die Afrikanische Schweinepest

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17.02.2018 Die Afrikanische Schweinepest (ASP) steht vor der Tür, und bei den Schweinezüchtern macht sich Unruhe breit. Die Viruserkrankung greift rapide um sich auf dem Baltikum, in Polen und in der tschechischen Republik. Nach Deutschland ist es nur noch ein Katzensprung. Übertragen wird das Virus durch infiziertes Schweinefleisch von Schwein zu Schwein. Es kann in Speiseresten vorhanden sein, die z. B. auf einem Autobahnrastplatz weggeworfen werden, auch in verarbeitetem Schweinefleisch, in Würstchen oder in Schinken. Andere Tiere, auch Beutegreifer, spielen bei der Verbreitung des Virus keine Rolle. Das hat das Friedrich-Loeffler-Institut (das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Sitz in Greifswald) jetzt

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Ein Wort in eigener Sache

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09.02.2018 Hallo Freunde von Wolfsite – da bin ich wieder. Ich habe ein persönliches Tief hinter mir, und deshalb hat Wolfsite ihre Stimme fast verloren. Das ist vorbei, ich bin wieder auf dem Damm und mische mich ein. An Stoff herrscht ja kein Mangel. Eine „Bautzener Erklärung“ aus der Gruft macht die Runde. Ein paar Leute wollen den Wölfen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest anlasten. In Sachsen gibt es „immer mehr Hybriden,“ Brandenburger Bauernverbände rufen mehr oder weniger offen zur Selbsthilfe auf. Völlig abgehoben – ranghohe Politiker. „Wolfsfreie Zonen“ wollen sie schaffen wie Trump gegen Mexiko, FDP-Chef Christian Lindner, frisch gebackener Jagdscheininhaber, will

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Der Wanderweg von Naya

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07.02.2018 Die im Oktober 2016 mit einem Peilsender in Mecklenburg-Vorpommern ausgerüstete Wölfin „Naya“ ist von der Lübtheener Heide bis nach Flandern in Belgien gewandert. Sie ist einer von sechs senderbestückten Wölfen in Meck-Pomm. Nach dem Welpen Arno (2015), der ein Jahr darauf illegal geschossen wurde, folgten im Oktober 2016 Naya und Emma aus dem gleichen Rudel. 2017 kam in der Ueckermünder Heide Torben hinzu, ein sehr alter Rüde. Im Herbst 2017 wurden für das „Wolf-Damwild-Projekt“ die Wölfin Janka, eine Tochter von Torben, in der Ueckermünder Heide und Anton in der Lübtheener Heide gefangen und mit Sendern bestückt. Das Wolfstelemetrieprojekt wird

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Sachsen: Auffälliger Wolf erschossen

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02.02.2018 Der Wolf, der am 27. und 28.12.2017 im Kreis Görlitz zwei Hunde bei Weißkeißel jeweils auf dem Grundstück ihrer Besitzer getötet hat und deshalb als verhaltensauffällig eingestuft wurde, ist am 02. Februar auf Grund einer naturschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung geschossen worden. Tags zuvor war auf dem Übungsplatz Oberlausitz eine Bracke, die sich von ihrem Begleiter entfernt und Wild verfolgt hatte, ebenfalls von einem Wolf getötet worden. Man fand sie durch das Senderhalsband, mit dem sie ausgerüstet war. Ob dieser Fall ebenfalls dem inzwischen getöteten Wolf anzulasten ist, steht noch nicht fest. Die Herkunft des kräftigen Tieres aus Westpolen ist genetisch erwiesen.

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Wölfe! Was kommt da auf Euch zu?

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10.01.2018 Unsere Wölfe haben ein heftiges Jahr hinter sich. Man konnte meinen, es wimmle geradezu von „Problemwölfen.“ Richtig daran war nur, dass manche ein Problem mit Wölfen haben. Nicht der einzige Anlass übrigens, mal darüber nachzudenken, ob wir nicht eine ganze Menge von „Problempolitikern“ im Lande haben. Denen ich, um bitte nicht missverstanden zu werden, wahrhaftig nichts Böses wünsche, nur ein bisschen mehr Einsicht und Sachverstand. Wenn sie schon meinen, sie müssten sich zu Wort melden, wäre es ja schön, wenn sie vorher mal zuhören könnten. Das gehört freilich nicht zu den herausragenden Eigenschaften auf der politischen Bühne. Was wird

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Aktuelles zum Jahresbeginn

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09.01.2018 Im Schwarzwald ist ein Wolf durch das Foto eines Wanderers bestätigt worden. Die Identität des Tieres ist unklar. Erst im Oktober war ein aus Niedersachsen zugewanderter Wolf erschossen im Schluchsee gefunden worden. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gang. Mal sehen, wie lange sich der neue Wolf im „Musterländle“ halten kann. Die tragische Geschichte in Griechenland, wo eine Britin von Hunden oder Wölfen getötet worden war, wird sich wohl nicht klären lassen. Bis heute gibt es keinen endgültigen forensischen Untersuchungsbericht, wie er von den Behörden versprochen worden war. Eine genetische Analyse ist offenbar nicht erfolgt oder nicht gelungen. Die Indizien

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Der Schnee von gestern. Ein Rückblick auf 2017

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23.12.2017 Das Jahr 2017 geht dem Ende zu. Was hat sich in der Wolfsszene getan? Ein kurzer Rückblick: Im Januar wird in Sachsen der Wolf „Pumpak“ auf Betreiben des Landrats Michael Harig (CDU), Bautzen, zum Abschuss frei gegeben, weil er wiederholt Komposthaufen in Hausgärten aufgesucht und sogar einen Kuchen geklaut hat. Die Abschussfreigabe muss wegen rechtlicher Einwände sofort wieder zurückgenommen werden. Pumpak verschwindet aus dem Tagesgeschehen. Vor Jahresende 2016 war in Brandenburg der erste Versuch, den Wolfsmanagementplan von 2012 zu überarbeiten, in einer Plenumssitzung mit über 80 Teilnehmern zerredet worden. Im Februar 2017 werden über 40 Stellungnahmen von Behörden und

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Füttern der Goldenstedter Wölfin: eine Ergänzung

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18.12.2017 Erst vor zwei Tagen habe ich auf WOLFSITE darüber berichtet, dass die „Goldenstedter Wölfin“ offenbar angefüttert wird. Zur Erinnerung: Die Goldenstedter Wölfin wurde erstmals im Jahr 2014 bestätigt. Sie hat sich danach einen Namen gemacht, indem sie unverhältnismäßig viele Schafe im Raum Diepholz und Vechta riss (daher auch ihr Name Vechtaer oder Diepholzer Wölfin). Seit Ende 2016 hat sie einen Rüden aus dem Ueckermünder Rudel zum Partner, im Sommer 2017 war sie in Begleitung von vier Welpen. Das Rudel heißt im Monitoringbericht Barnstorfer Rudel. Ein aufmerksamer Leser von WOLFSITE hat mich darauf hingewiesen, dass es nach dem Bundesnaturschutzgesetz sehr

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Alle Jahre wieder: Wie viele Wölfe?

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15.12.2017 Im November ist der offizielle Status der deutschen Wölfe vom BfN veröffentlicht worden. Demnach waren im Bundesgebiet zu Ende des Monitoringjahres 2016/17 – also vor acht Monaten – 60 Rudel, 13 territoriale Paare und drei ortsfeste Einzelwölfe bestätigt. Das BfN geht auf dieser Grundlage von insgesamt 150 – 160 erwachsenen Wölfen im Bundesgebiet aus. Wie gesagt – das ist der Stand vor acht Monaten. Auf der Website der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes – Wolf (DBB Wolf) ist das sehr gut dargestellt. Außerdem gibt es auch eine Darstellung der aktuell bekannten Rudel, Paare und Einzelwölfe, die sich natürlich laufend

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Eine Kulturgeschichte des Wolfs – von Rainer Schöller

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14.12.2017 Rainer Schöller hat echten Frondienst geleistet für eine gute Sache. Er hat das Bild gerade gerückt, das wir vom Wolf aus dem späten Mittelalter bzw. der beginnenden Neuzeit haben. Dieses Bild bringt er in den Kontext der gesellschaftlichen, landeskulturellen und politischen Situation jener Zeit etwa zwischen dem 17. Jahrhundert und der Gegenwart – eine düstere Periode mit Millionen an Menschenverlusten im dreißigjährigen Krieg und durch die Pest, und Knechtung, ja Versklavung der bettelarmen Bauern durch Adel und Klerus. Eine Zeit, in der ein Menschenleben der ländlichen Leute wenig galt, und die zwangsläufig zum Aufbegehren gegen die allgewaltige katholische Kirche,

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Die Goldenstedter Wölfin wird angefüttert

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15.12.2017 Aus Kanada (!) habe ich eine aufregende Nachricht bekommen. Die Goldenstedter Wölfin wird offenbar angefüttert. Ein Videoclip, der das belegt, macht auf Facebook die Runde. Der Autor, ein Holländer, hat keine Skrupel mitzuteilen, dass er u. a. Makrelen auslegt, um die Wölfin auf seinen Film zu bannen. Die näheren Umstände kenne ich nicht, holländisch kann ich auch nicht. Ich bin der Sache trotzdem nachgegangen, und dies ist dabei herausgekommen: Dem Wolfsbüro in Hannover ist die Sache bekannt. Es hat den Fall an die Untere Naturschutzbehörde Diepholz verwiesen. Diese Behörde ist zuständig (nicht das Wolfsbüro!), sieht aber keine rechtliche Handhabe,

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Märchenstunde am Tegernsee

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07.12.2017 Am 27.11. hatte der Landesjagdverband (LJV) Bayern zu einem Vortrag an den Tegernsee eingeladen. Redner war Rolf Kotzur, angekündigt als „Experte“ im LJV Sachsen. Seine Kernaussagen: Die offiziellen Wolfszahlen seien gefälscht. Die Wolfspopulation sei sechsmal so groß wie vom Monitoring angegeben. Man habe „Probleme mit einer ständig wachsenden Zahl von Wolf-Hund-Hybriden“. Riesige Rot- und Damwildrudel, die sich wegen der Wölfe zusammenstellen, würden die Felder verwüsten. Von Rolf Kotzur hätte man gerne Auskunft darüber bekommen, wie er auf diese Zahlen kommt. Sechsmal so viele Wölfe – das wären dann, nähme man Kotzur beim Wort, in Sachsen allein 64 Rudel –

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