Sachsen: Auffälliger Wolf erschossen

Sachsen: Auffälliger Wolf erschossen

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02.02.2018 Der Wolf, der am 27. und 28.12.2017 im Kreis Görlitz zwei Hunde bei Weißkeißel jeweils auf dem Grundstück ihrer Besitzer getötet hat und deshalb als verhaltensauffällig eingestuft wurde, ist am 02. Februar auf Grund einer naturschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung geschossen worden. Tags zuvor war auf dem Übungsplatz Oberlausitz eine Bracke, die sich von ihrem Begleiter entfernt und Wild verfolgt hatte, ebenfalls von einem Wolf getötet worden. Man fand sie durch das Senderhalsband, mit dem sie ausgerüstet war. Ob dieser Fall ebenfalls dem inzwischen getöteten Wolf anzulasten ist, steht noch nicht fest. Die Herkunft des kräftigen Tieres aus Westpolen ist genetisch erwiesen.

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Aktuelles zum Jahresbeginn

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09.01.2018 Im Schwarzwald ist ein Wolf durch das Foto eines Wanderers bestätigt worden. Die Identität des Tieres ist unklar. Erst im Oktober war ein aus Niedersachsen zugewanderter Wolf erschossen im Schluchsee gefunden worden. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gang. Mal sehen, wie lange sich der neue Wolf im „Musterländle“ halten kann. Die tragische Geschichte in Griechenland, wo eine Britin von Hunden oder Wölfen getötet worden war, wird sich wohl nicht klären lassen. Bis heute gibt es keinen endgültigen forensischen Untersuchungsbericht, wie er von den Behörden versprochen worden war. Eine genetische Analyse ist offenbar nicht erfolgt oder nicht gelungen. Die Indizien

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Füttern der Goldenstedter Wölfin: eine Ergänzung

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18.12.2017 Erst vor zwei Tagen habe ich auf WOLFSITE darüber berichtet, dass die „Goldenstedter Wölfin“ offenbar angefüttert wird. Zur Erinnerung: Die Goldenstedter Wölfin wurde erstmals im Jahr 2014 bestätigt. Sie hat sich danach einen Namen gemacht, indem sie unverhältnismäßig viele Schafe im Raum Diepholz und Vechta riss (daher auch ihr Name Vechtaer oder Diepholzer Wölfin). Seit Ende 2016 hat sie einen Rüden aus dem Ueckermünder Rudel zum Partner, im Sommer 2017 war sie in Begleitung von vier Welpen. Das Rudel heißt im Monitoringbericht Barnstorfer Rudel. Ein aufmerksamer Leser von WOLFSITE hat mich darauf hingewiesen, dass es nach dem Bundesnaturschutzgesetz sehr

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Die Goldenstedter Wölfin wird angefüttert

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15.12.2017 Aus Kanada (!) habe ich eine aufregende Nachricht bekommen. Die Goldenstedter Wölfin wird offenbar angefüttert. Ein Videoclip, der das belegt, macht auf Facebook die Runde. Der Autor, ein Holländer, hat keine Skrupel mitzuteilen, dass er u. a. Makrelen auslegt, um die Wölfin auf seinen Film zu bannen. Die näheren Umstände kenne ich nicht, holländisch kann ich auch nicht. Ich bin der Sache trotzdem nachgegangen, und dies ist dabei herausgekommen: Dem Wolfsbüro in Hannover ist die Sache bekannt. Es hat den Fall an die Untere Naturschutzbehörde Diepholz verwiesen. Diese Behörde ist zuständig (nicht das Wolfsbüro!), sieht aber keine rechtliche Handhabe,

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Märchenstunde am Tegernsee

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07.12.2017 Am 27.11. hatte der Landesjagdverband (LJV) Bayern zu einem Vortrag an den Tegernsee eingeladen. Redner war Rolf Kotzur, angekündigt als „Experte“ im LJV Sachsen. Seine Kernaussagen: Die offiziellen Wolfszahlen seien gefälscht. Die Wolfspopulation sei sechsmal so groß wie vom Monitoring angegeben. Man habe „Probleme mit einer ständig wachsenden Zahl von Wolf-Hund-Hybriden“. Riesige Rot- und Damwildrudel, die sich wegen der Wölfe zusammenstellen, würden die Felder verwüsten. Von Rolf Kotzur hätte man gerne Auskunft darüber bekommen, wie er auf diese Zahlen kommt. Sechsmal so viele Wölfe – das wären dann, nähme man Kotzur beim Wort, in Sachsen allein 64 Rudel –

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Der Wolf ist in Deutschland nie ausgestorben!

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08.12.2017 Auch der Landtag von Baden-Württemberg erlebte eine Märchenstunde. Anlässlich einer Anhörung zum Wolf verkündete der Geschäftsführer des Forums Natur Gregor Beyer, der Wolf sei „in Deutschland nie ausgestorben.“ Man habe ihn lediglich „an der Reproduktion gehindert.“ Alles andere sei „ein Märchen.“ Nach dieser Lesart ist der Wolf beispielsweise auch in Niedersachsen nie ausgestorben. Denn immerhin sind in diesem Bundesland allein nach dem II. Weltkrieg fünf Exemplare erschienen – 1948 Fallingbostel, 1952 Unterlüß, 1952 Uelzen, 1955 Fallingbostel, 1956 Gifhorn. Die hat man ebenfalls an der Reproduktion gehindert, indem man sie totschoss (übrigens ganz legal). Ebenso wie die über dreißig Wölfe,

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Aktuelle Nachrichten

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06.12.2017 Das Landratsamt Bautzen (Sachsen) hat die Anordnung zum Abschuss eines Wolfes aus dem Rosenthalrudel umgehend wieder zurückgezogen. Das Vorhaben war mit heißer Nadel gestrickt und rief die Grüne Liga auf den Plan, die einen Aufschub erwirkte. Im Bayerischen Wald sind von den sechs aus einem Gehege des Nationalparks ausgebrochenen Wölfen nach wie vor zwei auf freiem Fuß. Der junge Rüde ist mittlerweile bis in die Gegend von Linz (Österreich) abgewandert und hat dort vor den Augen von Leuten einen Hahn gerissen und verspeist. Dabei ließ er sich fotografieren. Das Bild zeigt einen außerordentlich strammen, gut genährten Wolf in bester

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Zweifelhafte Schützenhilfe aus Schweden

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23.11.2017 In Brandenburg brütet das Fachreferat schon seit Monaten über einer „Wolfsverordnung.“ Der erste Versuch ist gründlich schief gegangen. Weil man erst diese Wolfs-VO unter Dach und Fach haben will, wird nun nichts mehr aus der für 2017 vorgesehenen Überarbeitung des Wolfsmanagementplans. So wie die Wolfs-VO angedacht ist – Eingriffe vor dem Erreichen eines günstigen Erhaltungszustands großzügig zu erlauben – kann man damit rechnen, dass sofort dagegen geklagt wird. Damit rückt dann auch eine Überarbeitung des Managementplans in weite Ferne. Im September hat man sich nun Rat aus Schweden geholt. Ausgerechnet Schweden. Das Land hat nicht nur völlig andere Probleme

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Vortragstour Axel Gomille – die richtigen Termine

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07.11.2017 Hier nun die richtigen Termine der Vortragstour von Axel Gomille: November 2017, Hamburg, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Wiesendamm November 2017, Braunschweig, 19:00 Uhr, Konferenzcenter im BZV Medienhaus November 2017, München, 16:00 Uhr, Tagungszentrum Kolpinghaus November 2017, Frankfurt/Main, 20:30 Uhr, Globetrotter Filiale Grusonstrasse November 2017, Berlin, 20:00 Uhr, Freie Universität, Henry-Ford-Bau, Hörsaal A November 2017, Stuttgart, 19:00 Uhr, Liederhalle Schillersaal

Betäuben ist doch ganz einfach – oder?

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22.10.2017 In meiner Zeit als Wildbiologe habe ich an zahlreichen Betäubungsaktionen teilgenommen, darunter an Rothirschen und an Wölfen. Deshalb traue ich mir ein Urteil zu über die Aktionen, die die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald unternimmt, um die ausgebrochenen Gehegewölfe wieder zu bekommen. Zu diesen Aktionen äußern sich gerade Kreti und Pleti, die anscheinend genau wissen, dass das ein Kinderspiel ist. Vielleicht haben sie in ihrer Jugend zu viel Daktari geschaut. Die Realität sieht anders aus. Der Unterschied zwischen Narkosegewehr und einem Gewehr mit scharfer Jagdmunition ist ungefähr der: Mit einem Jagdgewehr können Sie ein Tier von Wolfsgröße (also zum Beispiel ein

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Wolfshatz für die Forschung

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22.10.2017 Fremde Federn sind nicht mein Ding. Deshalb muss ich hier klarstellen: Ich habe niemals im Leben aus dem Hubschrauber heraus einen Wolf mit einem Narkoseschuss betäubt. In einem Textkommentar des Bayerischen Rundfunks zu einem Interview wird mir diese Behauptung in den Mund gelegt. Sie ist nicht wahr, und sie ist so nicht gefallen. Aber lassen Sie sich den Hintergrund erzählen: Im März 1993 war ich einer Einladung von Bob Hayes gefolgt, im Yukon an seinem Wolfsprojekt Finlayson teilzunehmen. Schon am ersten Tag ging es ans Eingemachte. Einer der Buschfliegerpiloten im Team hatte ein Wolfspaar lokalisiert, der Halsbandsender des Rüden

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Wolfswelpen im Milkeler Rudel werden vergrämt

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11.10.2017 Die wiederholt durch ungewöhnliche Nahbegegnungen mit Menschen auffällig gewordenen Wolfswelpen des Milkeler Rudels im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sollen vergrämt werden. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung wurde am 05.10.2017 von der Landesdirektion Sachsen gegenüber der Biosphärenreservatsverwaltung erteilt. Die Maßnahme erfolgt durch Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung und des LUPUS Institutes. Mindestens drei der derzeit etwa fünf Monate alten Welpen des Milkeler Rudels haben sich Menschen neugierig auf wenige Meter genähert oder Gegenstände in deren unmittelbarer Nähe untersuchten. In keinem Fall haben sie sich aggressiv verhalten. Die Gründe für ihr vertrautes, unscheues Verhalten sind nicht bekannt. Sie sollen nun mit Gummimunition beschossen werden

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Griechenland: Wölfe oder Hunde?

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07.10.2017 Zu der Tragödie in Griechenland (wie von Wolfsite berichtet, war eine Frau von Hunden oder Wölfen getötet worden) hat Yorgos Iliopoulos die folgenden weiteren Informationen mitgeteilt: Es gibt noch keinen offiziellen forensischen Untersuchungsbericht und auch noch keine genetische Analyse. Die Angaben des Coroners (Untersuchungsrichter oder Leichenbeschauer) sind fachlich nicht haltbar (u. a. behauptete er, Hunde fräßen kein menschliches Fleisch, würden einen menschlichen Körper nicht zerlegen, könnten keine größeren Knochen brechen …). Yorgos hat mit seinen Mitarbeitern Fotofallen in einem Radius von 500 bis 5.000 m um den Ort des Geschehens aufgestellt und wird sie nach zehn Tagen kontrollieren. Außerdem

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Alltägliche Fragen, Mutmaßungen, Gerüchte …

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04.10.2017 Fragen wie die folgenden erreichen mich alle paar Tage. Hier eine Kostprobe. Meine Antworten in kursiver Schrift.   Wieso gab es außer in Ostpolen nach der Ausrottung und bis zur Wiederansiedlung der Wölfe in Polen und Deutschland nie eine größere Wolfspopulation? Weil Wölfe vogelfrei waren. Sie galten schlicht als schädliche Tiere und wurden mit allen Mitteln verfolgt. In Polen sind nirgends Wölfe „wiederangesiedelt“ worden. Sie waren nie ausgerottet und wurden wohl auch durch Zuwanderer aus Weißrussland und der Ukraine unterstützt. Warum erschienen die ersten Wölfe bzw. Wolfsrudel in Deutschland fast immer auf den Truppenübungsplätzen? So bildete sich z.B. um 2009

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Ansichten eines Professors zum Wolf

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24.08.2017 Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel hat für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e. V. und den Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e. V. eine gutachtliche Stellungnahme zum Wolf in der Kulturlandschaft Deutschlands verfasst. Diese Arbeit wird viel Beachtung finden, wie so ziemlich alles, was über Wölfe mit dem Anstrich fachlicher Kompetenz verbreitet wird. Hans-Dieter Pfannenstiel hat weit ausgeholt und sich damit übernommen. Bei allem Respekt vor seiner Person darf man zunächst die fachliche Kompetenz des Verfassers für diese Stellungnahme hinterfragen. Auf Seite 11 stellt er sich selber vor. Das wissenschaftliche Arbeitsfeld des Professors für Zoologie war die „Embryonalentwicklung und Geschlechtsentwicklung

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