Joint venture

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02.07.2017

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Die Wolfspopulation in Deutschland entwickelt sich rasant, das stimmt. Die Zuwachsrate liegt bei etwa 35 % pro Jahr. Aber der IG Sichere Weidewirtschaft bzw. dem eifrigen Betreiber ihrer Website Peter Brandt, ist das nicht schnell genug. Für den Herbst 2017 prognostiziert er einen „Mindestbestand“ von 2.000 Wölfen in Deutschland. Das wären mehr als 200 Rudel. Die Zahlen habe man „aus der Jägerschaft“ und aus der Website Wolfszone. „Auf die offiziellen Zahlen, wenn es die überhaupt gibt,“ meint Brandt, könne man sich nicht verlassen, denn es sei von vornherein klar: „Verschweigen und Abwiegeln“ sei System. „Nach Adam Riese könnte das Jahr 2022 uns einen überreichlichen Segen von 20.000 Wölfen bieten,“ droht er.  

Man fragt sich, auf welchem Planeten der Mann lebt. Und ob Adam Riese in seinem Grab inzwischen auf dem Bauch liegt.

Aber keine Sorge, wir werden bald schon gute Zahlen haben. Denn es hat sich ein neuer Verein „Wolfsschutz“ gebildet, Vorsitz Wolfgang Riether, und der hat sich ein hohes Ziel gesetzt: ein bundesweites Wolfsmonitoring. Auf der Homepage des Vereins Wolfsschutz-Deutschland ist so gut wie nichts darüber zu erfahren, wie sich der Verein das vorstellt. Isegrim hat dem Verein deshalb ein paar Fragen zugemailt, wurde aber nur freundlich auf die Website verwiesen. Außer dem unvermeidlichen Spendenaufruf steht da allerdings nichts drin.

Vielleicht verbünden sich Peter Brandt und Wolfgang Riether zu einem gemeinsamen Unternehmen, um endlich „richtige“ Zahlen zu ermitteln. Es gibt ja sonst nichts Wichtigeres.

Aber Adam Riese läge dann in seinem Grab vielleicht wieder gerade.

Meint Isegrim