Der tausendste Tatort – zum Heulen

Der tausendste Tatort – zum Heulen

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13.11.2016 Der Tatort, eine der meist geschauten deutschen Fernsehserien, feierte Jubiläum – eintausend Sendungen! Isegrim guckt selten Tatort, aber es hieß, da würden Verwandte mitspielen. Also musst Du mal gucken, dachte Isegrim. Und echt: Da waren zwei, drei Typen zu sehen, die sahen aus wie er! Die Kommissarin hatte gleich Schiss, aber der Kommissar sprach einen der wenigen klugen Sätze des Abends: „Die tun uns doch nichts!“ Schaute raus aus der Scheune, da fingen die Biester an zu knurren – schnell schlug er das Tor zu. Und verriegelte es. Hosen voll! Ein Kriminalkommissar! Er hat dann noch versucht, mit dem Fuß

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Wölfe – ökologisch bedeutungslos

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14.11.2016 Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe – das meint die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V. Man stehe vor einer klaren Entscheidung, ob man flächendeckend die Weidetierhaltung opfern wolle – für Wolfsrudel, die hierzulande definitiv keinerlei ökologische Bedeutung hätten und die sich zunehmend auf Nutztiere spezialisierten. Bei der Wolfsdebatte dürfe es nunmehr keine Tabus mehr geben – weder hinsichtlich des Jagdrechts noch hinsichtlich von Artenschutz-Bestimmungen. Definitiv keinerlei ökologische Bedeutung – Isegrim lernt immer noch was dazu.  

Sachsen: das Rosenthalrudel – immer wieder!

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06.11.2016 Das Rosenthalrudel in Sachsen stellt das Wolfsmanagement auf eine harte Probe. Nach den Übergriffen bei Cunnewitz am 05. und 06.10. mit insgesamt 32 getöteten Schafen sind nun einen Monat später, am 06.11., beim selben Schafhalter wieder sieben Schafe getötet und eins verletzt worden. In allen Fällen hatte der Schafhalter seine Tiere durch Festzäune von 140 cm Höhe geschützt. Diesmal war der Festzaun 135 – 150 cm hoch. Zusätzlich war eine Breitbandlitze gespannt, die aber auf dem Zaun auflag, d.h. keine zusätzliche optische Erhöhung des Hindernisses bedeutete. In einer Presseerklärung weist das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz nachdrücklich darauf hin, dass die

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Unfähige Jäger, untätige Jagdbehörden

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13.11.2016. Bei Lodenau in Sachsen konnte man bis vor kurzem (vielleicht immer noch) ein total verwüstetes Maisfeld in der Größe von dreißig Fußballfeldern besichtigen. Den Schaden hat ein etwa zweihundertköpfiges Rotwildrudel angerichtet. Vor zwei Jahren sollen es gar drei solcher Großrudel gewesen sein, die über Mais und Raps herfielen. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, im Vorjahr waren es etwa 50.000 Euro, die Rechnung ist noch offen. Die Wildschäden, heißt es weiter, seien „trotz geringerer Wildbestände gestiegen.“ Wie hoch waren diese Wildbestände wohl vorher? Bei Klitten, ebenfalls Sachsen, ist für eine Fläche von 2.500 ha eine Wildschadensrechnung von

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Niederlande: Wolfsbesuch aus Ueckermünde

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12.11.2016 Ein Wolf, der Anfang September in den Niederlanden bei Beuningen (Overijssel) gesehen wurde, stammt aus dem Ueckermünder Rudel in Mecklenburg-Vorpommern. Das hat eine genetische Probe ergeben. Das Tier hat ca. 600 Kilometer zurückgelegt, bevor es in den Niederlanden angekommen war. Der Verbleib der Wölfin ist unbekannt.  

Brandenburg: Bauernbund will „Problemwölfe“ abschießen lassen

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11.11.2016 In Brandenburg sind die wolfsbedingten Verluste an Weidetieren gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Bis Oktober waren es 142 Schafe und 20 Kälber, gegenüber nur 97 Tieren im Jahr 2015. Das ist eigentlich nicht erstaunlich; denn auch die Wölfe haben an Zahl zugenommen. Derzeit sind es wahrscheinlich 21 Rudel – doppelt so viele wie vor Jahresfrist. Reinhard Jung, Chef des Bauernbunds, will das nicht länger hinnehmen. Er meint, das Land müsse den Abschuss von „Problemwölfen“ erlauben – und das seien „Wölfe, die sich einer Weide auf weniger als 1000 Meter nähern.“ Wenn schon Zahlen, dann diese: 97 Tiere im Jahr

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Mutterwölfin des Cuxhavener Rudels erschossen

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14.11.2016 Die Wölfin, die unlängst im Territorium des Cuxhavener Rudels totgeschossen aufgefunden worden war, ist offenbar die Mutterwölfin. Die genetische Analyse ist noch nicht beendet. Das Cuxhavener Rudel hatte sich im Jahr 2014 aus einer Wölfin des Altengrabower Rudels und einem Rüden aus dem Munsterrudel gebildet. In diesem Sommer wurden drei Welpen nachgewiesen. Das Rudel befindet sich weit entfernt vom nächsten Wolfsvorkommen in Niedersachsen. Es hat wiederholt für unliebsame Schlagzeilen gesorgt, weil es sich mehrmals an Rindern vergriffen hat. Insgesamt gehen mittlerweile 13 Rinder auf sein Konto, meist Kälber, aber auch Jungrinder um 150 kg und erst neuerdings auch eine

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Wolfsnachweis im Unterallgäu

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08.11.2016 Am 08.11.2016 wurde im südwestlichen Landkreis Unterallgäu ein Wolf von einer automatischen Kamera fotografiert. Mögliche Speichelspuren des Tieres konnten in der Nähe der Kamera an einem offensichtlich erbeuteten Reh sichergestellt werden. Erste Ergebnisse der genetischen Auswertung der Speichelspuren sind in ca. 14 Tagen zu erwarten.  

Tagung der LCIE in Portugal

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04.11.2016 Ich war dann mal weg – in Porto, Portugal, wo die Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) zu einer dreitägigen Arbeitsbesprechung zusammengekommen war. Die LCIE ist ein loser Zusammenschluss aus aktuell vierzig Wissenschaftlern, die in den europäischen Ländern in der Forschung und im Management der Großen Beutegreifer aktiv sind – also für Braunbär, Wolf, Eurasischer und Iberischer Luchs sowie Vielfraß. Künftig will man auch den Goldschakal ins Auge fassen. Die LCIE ist eine klassische NGO, also ohne offizielle Funktion, aber sie berät die EU in Fragen des Schutzes der Großen Beutegreifer. Kopf der Gruppe ist seit Beginn vor zwanzig

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Sachsen: Landrat will ein Wolfsrudel eliminieren

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07.10.2017 Das Rosenthalrudel in Sachsen hat wieder mal zugeschlagen. Nach einem Übergriff bei Ralbitz mit drei getöteten Schafen am 04.10. wurden in den zwei folgenden Nächten bei ein und demselben Tierhalter nahe Cunnewitz weitere 29 Schafe gerissen. In allen drei Fällen wurden 140 cm hohe Festzäune von Wölfen überwunden. Als anerkannter Mindestschutz gelten 120 cm Höhe. Die betroffenen Tierhalter haben deshalb Anspruch auf Schadensausgleich. Das Rosenthalrudel ist schon früher wiederholt aufgefallen. Im Vorjahr haben Tiere dieses Rudels mehrmals 120 cm hohe Festzäune überwunden. Die Übergriffe hörten auf, als zusätzlich Flatterband in 130 – 140 cm Höhe gespannt wurde. Grundsätzlich bleibt allerdings festzustellen,

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Sachsen: überfahrener Welpe war beschossen worden

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20.10.2016 Ein junger Wolf, der im Landkreis Bautzen von einem Auto angefahren worden war, ist vom Tierarzt wegen Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen eingeschläfert worden. Eine nähere Untersuchung ergab, dass der Wolf bereits als kleines Jungtier beschossen worden war. Das Landratsamt will deshalb Anzeige erstatten. Bereits am 15.10. war ein erwachsener männlicher Wolf im Kreis Bautzen gefunden worden. Das Tier war offenbar an Auszehrung gestorben. Auch dieser Wolf ist zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin verbracht worden.  

Wolfsite im Wald

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11.10.2016 Eine aufmerksame Wolfsbetreuerin ist im Wald von Schleswig-Holstein auf eine Warnung der besonderen Art vor Wölfen gestoßen. Wer sich da die Startseite von Wolfsite ausgedruckt und an den Baum genagelt hat, ist nicht bekannt. Wolfsite bedankt sich jedenfalls für die freundliche Werbung!

Hundearbeit im Wolfsgebiet

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19.10.2016 Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) haben einen Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer herausgegeben. Das Faltblatt informiert über Vorsichtsmaßnahmen zu Beginn und während einer Jagd sowie bei der Nachsuche im Wolfsgebiet. Es enthält Tipps zum Verhalten und klärt auf für den Schadensfall nach einem Zusammentreffen mit dem Wolf. Der Leitfaden steht im Internet zum Herunterladen bereit (www.jagdverband.de) und kann in Einzelexemplaren kostenlos über die DJV-Geschäftsstelle bezogen werden.

Doppelt gelogen hält auch nicht besser

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  13.10.2016 Die Lausitzer Rundschau vom 13.10.2016 sah sich zu einer Berichtigung genötigt. Sie war der Geschichte eines Mannes aus Sonnewalde (Kreis Elbe-Elster) auf den Leim gegangen, nach der ein junger Wolf in sein Wohngrundstück eingedrungen sei und einen Hund angegriffen habe. Die Bewohner hätten den Hund retten, das Raubtier aber nur mit Mühe verscheuchen können. Zum Beweis hatte er ein Foto auf seinem Handy hergezeigt, das er von dem Wolf gemacht haben wollte. Der Journalist war skeptisch und zeigte das Foto dem Wolfsbetreuer Dr. Reinhard Möckel. Der konnte sich das geschilderte Verhalten nicht erklären, bestätigte aber, dass das Bild

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Hessen: Prüfung für Herdenschutzhunde

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13.10.2016 Der Verein für arbeitende Herdenschutzhunde e.V. (VAH) hat am 09.10.2016 in Gießen in Mittelhessen und am 11.10.2016 im Amt Neuhaus in Niedersachsen je eine Arbeitstauglichkeitsprüfung und Zertifizierung von arbeitenden Herdenschutzhunden an Nutztieren durchgeführt. Die Hunde wurden in den Schäfereien von Mati Abel (Beuern) und Klaus Seebürger (Preten) den Prüfern vorgeführt. Neben der Bindung an die Herde (Sozialisierung), lagen weitere Prüfungsschwerpunkte in Zaunsicherheit, Territorialverhalten, Verteidigungsbereitschaft und geringstmöglicher Aggression gegenüber Menschen. Alle vorgeführten Hunde haben die Prüfung bestanden. Im Anschluss fand in Beuern noch eine Infoveranstaltung mit Vortrag statt, die ebenfalls gut besucht war. Damit hat der VAH e.V., wie bereits

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