Bayern: Wolfsgegner rüsten auf

Bayern: Wolfsgegner rüsten auf

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23.03.2017

Nun ist es „amtlich“: Genetische Analysen haben ergeben, dass sich im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr je ein Wolfspaar aufhält (WOLFSITE berichtete). Außerdem wurde Ende Februar in Unterfranken ein Tier auf einer Wildkamera abgelichtet, das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf ist. Weil das Bild nicht sehr scharf ist, wurde es als Hinweis der Kategorie C2 gewertet. Von dem Wolf im Werdenfels steht die genetische Analyse der Urinprobe noch aus.

Derweilen formieren sich politische Kräfte, um einer Besiedlung des Freistaats durch Wölfe einen Riegel vorzuschieben. Es ist die Rede von „Obergrenzen,“ von wolfsfreien Gebieten, von „unbürokratischen“ Eingriffsmöglichkeiten – nur die Wahrheit will keiner sagen, und die heißt ganz schlicht: Man will im Freistaat keine Wölfe haben. Jedenfalls gilt das für die regierende CSU und die stark bodenständig orientierten Freien Wähler. SPD und Grüne halten nach Kräften dagegen.

Der Wolf als Thema der Parteienpolitik – das verheißt nichts Gutes. Fachliche Argumente, Sachverstand, Kompromissbereitschaft bleiben dabei meistens auf der Strecke.