Tschechien: Wolf mit Tollwut?

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25.08.2018 Im Nationalpark Riesengebirge (Krkonoše), tschechische Republik, hat eine Wölfin für viel Aufregung gesorgt. Sie hatte einen kleinen Hund angegriffen und getötet, konnte unmittelbar danach in einem Gebäude gefangen werden und wurde in den Zoo gebracht. Bei einer Blutprobe wurden Tollwut-Antikörper festgestellt. Weil die gefährliche Viruskrankheit nur durch eine Untersuchung des Gehirns sicher nachgewiesen werden kann, wurde das Tier eingeschläfert. Auf Grund der anschließenden Gehirnprobe konnte Tollwut jedoch ausgeschlossen werden. Eine offene Frage bleibt, warum das Tier Antikörper ausgebildet hatte. Eine Möglichkeit wäre die Aufnahme von Impfködern. Dadurch ist die Tollwut in Mitteleuropa schon vor Jahren zum Erlöschen gebracht worden.

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Ein Blick über den Zaun: die Wartheniederung

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16.08.2018 Peter Peuker ist Wolfsbeauftragter in Brandenburg und in seiner Freizeit ständig hinter den Wölfen her. Im Osten des Landes hat er inzwischen fünf Rudel unter Kontrolle (d. h. er sammelt die Daten für das Monitoring). Sein Arbeitsgebiet reicht bis an die Grenze zu Polen. Da liegt es nahe, sich mit den Nachbarn auszutauschen. Zusammen mit Andreas Dinkelmeyer vom IFAW organisierte er also für ein Dutzend Brandenburger Wolfsaktivisten eine dreitägige Besuchsreise nach Kostrzyn nad Odrą (Küstrin). Nach einer freundlichen Begrüßung durch die Nationalparkverwaltung werden wir am ersten Tag von Rangern ins Gelände begleitet. Der Park umfasst etwa 8.000 ha, nur 100

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Allgäu: Es war ein Wolf!

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16.08.2018 Wie berichtet sind im Allgäu fünf Kälber tot aufgefunden worden. Zwei davon, Zwillinge, waren eine Totgeburt. Alle Kälber waren im Tal, nicht „auf der Alm“ (oder Alp, wie es im Allgäu heißt). Die Todesursachen waren zunächst unklar, weil die für den Wolf typischen Kehlbisse fehlten. Das Institut Senckenberg hat nun aber bestätigt, dass bei zwei Kälbern ein Wolf im Spiel war. Ob er die Kälber getötet oder nur angefressen hat, bleibt offen. Auch die Haltungsbedingungen werden nicht mitgeteilt. Kleinigkeiten? Nein. Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 14. Oktober wird versucht, den Wölfen möglichst viel Übles anzuhängen. Umso besser kann

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Wolfspolitik in Bayern – zum Davonlaufen

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10.08.2018 Was tut man als Wolf, wenn man in Bayern geboren wird? Am besten sucht man das Weite. Von den drei Wölfen, die im vorigen Jahr im Bayerischen Wald zur Welt kamen, sind zwei in den letzten Monaten abgehauen. Einer hält sich jetzt in Thüringen auf. Vielleicht findet er zu der Wölfin in Ohrdruf, die sich im Vorjahr mit einem Hund eingelassen und Mischlinge zur Welt gebracht hatte. Ein zweiter lief gar bis nach Hamburg. Dort wurde er überfahren. Ich dachte, das müsste doch eine spannende Pressemeldung aus dem bayerischen Umweltressort wert sein, vom Landesamt oder vom Ministerium oder vom

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Ein Wolf im Allgäu?

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06.08.2018 Große Aufregung im Allgäu: Innerhalb zweier Tage sollen bei Wertach zwei Kälber gerissen worden sein. Landrat Anton Klotz ist sich „zu 100 Prozent sicher:“ Das könne nur ein Wolf gewesen sein, es gebe „keine andere Erklärung,“ und der müsse umgehend abgeschossen werden. Die Allgäuer Zeitung berichtet in großer Aufmachung. Irgendwelche Zweifel an der Geschichte fallen dem Blatt nicht ein. Dabei gibt es davon jede Menge. Die Fakten: Am 27.07. ein totes Kalb bei Burgberg, am 02.08. ein weiteres bei Wertach. Beide Kälber trugen eine Glocke um den Hals, waren also keine „kleinen Kälbchen.“ Sie wurden im Tal gehalten, nicht

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Wolfstag in Rietschen

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09.08.2018 Am 26.08. findet zum achten Mal der „Wolfstag“ des Kontaktbüros Rietschen statt – aber nicht in Rietschen, sondern in Dohna OT Röhrsdorf. Die rührige Mannschaft des Kontaktbüros hat wieder ein spannendes Programm zusammengestellt, das einen Besuch in den Osten von Sachsen durchaus lohnt. Gesa Kluth vom Wildbiologischen Institut LUPUS wird über die gegenwärtige Wolfssituation berichten, mehrere Theater- und Musikevents sind vorgesehen, der Wiener Wolfsforscher Kurt Kotrschal hält einen Vortrag über „Unser altes Bündnis mit Wölfen“, und Utz Anhalt darüber, wie „der böse Wolf in die Phantasie der Menschen“ kam. Das vollständige Programm finden Sie auf der Website https://www.wolf-sachsen.de/de/.

Ein zweites Rudel in Bayern

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09.08.2018 Jetzt ist es amtlich: In Bayern gibt es ein zweites Wolfsrudel. Im Veldensteiner Forst, einem großen Waldgebiet bei Pegnitz, sind zwei Welpen von einer Fotofalle erfasst worden. Es sollen aber mindestens drei sein. Anscheinend entsteht gerade in der Oberpfalz eine Keimzelle für ein bayerisches Wolfsvorkommen; denn nur etwa einen wölfischen Tagesausflug nördlich davon ist in dem militärischen Übungsplatz Grafenwöhr bereits seit 2016 ein weiteres Wolfspaar nachgewiesen. Der im Vorjahr erwartete Nachwuchs ist jedoch ausgeblieben, und auch in diesem Sommer haben sich noch keine Welpen gezeigt. Mit Grafenwöhr und Veldensteiner Forst haben sich die Wölfe ein Schlaraffenland ausgesucht. Es beherbergt

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Eintausend Wölfe – ein Schuss ins Dunkel

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13.07.2018 Eintausend Wölfe sollen es in Deutschland sein. Das hat der Deutsche Jagdverband (DJV) verkündet. Das Forum Natur mit 18 angeschlossenen Lobbyverbänden schließt sich an, ein Staatssekretär vom Landwirtschaftsministerium stößt ins gleiche Horn. Jürgen Lückhoff von der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände meint gar, die Zahl tausend sei „ehrlicher und deutlicher“ als die offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bzw. der DBB Wolf. Die sind allerdings vom April 2017 und nicht von Ende 2018. Kann Herr Lückhoff nicht lesen? Kann der DJV nicht rechnen? Fest steht zunächst nur dies: Die Zahl eintausend ist weit überzogen und durch nichts begründet. Sie ist

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Wie viele Wölfe?

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13.07.2018 Herleitung einer Faustzahl zur Schätzung der Individuenzahl (Die Herleitung vom 08.07.2018 wurde korrigiert). Das Wolfsmonitoring für Deutschland stellt alljährlich zum Ende April (Ende des Monitoringjahres) die Anzahl der bestätigten Rudel, territorialen Paare und ortsfesten Einzelwölfe fest. Die Veröffentlichung erfolgt fünf Monate später, wenn die Daten analysiert und über die Ländergrenzen hinweg abgeglichen sind. Eine Gesamtzahl der Wölfe (Individuen) zu erheben ist nicht möglich und auch nicht das Ziel des Monitorings. In der öffentlichen Diskussion wird jedoch häufig die Frage nach der Anzahl der Wölfe gestellt. Die fehlende Antwort wird nicht nur als Mangel empfunden, sondern bildet auch den Nährboden

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Die Politik hinter dem Zahlenkram

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08.07.2018 Als Richtwert für eine Population in günstigem Erhaltungszustand nach der FFH-Richtlinie gelten 1.000 erwachsene (!) Wölfe. Das entspricht rund 3.000 Wölfen aller Altersklassen. Wenn die Population in ständigem Austausch mit einer Nachbarpopulation ist, genügen 250 erwachsene Tiere. „Unsere“ zentraleuropäische Flachlandpopulation wird von der Naturschutzkommission der EU als eigenständige Population aufgefasst. Deshalb gilt der Richtwert 1.000 erwachsene Wölfe. Der Raum für eine Population soll eine biogeografische Region sein – also nicht Deutschland, erst recht nicht ein Bundesland. Deshalb ist die Aussage, dass in einem bestimmten Land „der günstige Populationszustand erreicht“ sei, irrelevant. Wenn der günstige Erhaltungszustand erreicht ist, kann der

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Wolfsmanagement in den Ländern

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08.07.2018 Rheinland-Pfalz scheint gut vorbereitet auf die Ankunft der Wölfe. Im Landkreis Neuwied sind zwei Tiere bestätigt, ein Rüde und eine Fähe – ob die beiden sich schon gefunden haben, ist nicht bekannt. Landrat Achim Hallerbach hatte am 19.06. zu einem Vortragsabend im Bürgerhaus St. Katharinen eingeladen, 300 Leute füllten den Saal. Barbara Friemel vom Ministerium stellte den Wolfsmanagementplan des Landes vor, und Ulrich Wotschikowsky referierte über „Wölfe! Was kommt da auf uns zu?“ Marcelo Peerenboom moderierte souverän und sorgte dafür, dass die anschließende Diskussion stets sachlich blieb. Bei dem disziplinierten Publikum hatte er damit keine Mühe. Das Land hatte kürzlich

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Zitat

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„Wo der Wolf keine natürlichen Feinde und auch keine Scheu mehr vor Menschen hat, müssen wir natürlich reagieren“, sagte die neue Agrarministerin Julia Klöckner der „Passauer Neuen Presse.“ Nötig sei ein „effektives Wolfsmanagement“. Mit dem Wolf gebe es enorme Probleme in dicht besiedelten und tierhaltenden Regionen. „Wenn massenweise Schafe gerissen werden, ist das ein wirtschaftlicher Schaden für den Tierhalter und bedeutet auch Unruhe und Stress für die ganze Herde“. Und „wo der gewünschte Erhaltungszustand des Wolfs erreicht ist, kann entsprechend reagiert werden“. Ja freilich, Frau Klöckner. Wo auf der Welt hat denn der Wolf „natürliche Feinde?“ Was verstehen Sie unter

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Polen: Es war ein Wolf

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04.07.2018 Der Wolf, der in Bieszczady, SO Polen, drei Menschen gebissen hatte und anschließend erschossen worden war, wurde vom Institut für Genetik an der Universität Warschau genetisch untersucht. Danach handelte es sich eindeutig um einen Wolf, nicht um einen Hund und auch nicht um einen Wolf-Hund-Mischling. Das Tier gehörte zu der Population, die in der Karpaten-Region heimisch ist. Die Auswertung von Fotos und Videoaufnahmen bestätigten, dass sich der Wolf sehr ungewöhnlich verhalten hatte. Die stark abgenutzten Zehennägel legen nahe, dass er in einem Gehege mit hartem Untergrund (z. B. Betonboden) gehalten worden war. Seine Nahrungssuche in den menschlichen Siedlungen deutet

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Polen: Kinder von Wolf gebissen

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28.06.2018 In der Region Bieszczady im Südosten Polens hat ein Wolf zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren gebissen. Zwei Wochen vorher hatte offenbar dasselbe Tier eine Frau auf einem Campingplatz ebenfalls gebissen. Jäger, die beauftragt worden waren, den Wolf zu schießen, konnten ihn nicht ausfindig machen. Nach dem Vorfall mit den Kindern wurde er noch am selben Abend erschossen. Die Verletzungen der drei Personen waren derart, dass alle das Krankenhaus, das sie aufgesucht hatten, nach wenigen Stunden verlassen konnten. Der Wolf war bereits vorher aufgefallen. Er zeigte keine Scheu und besuchte nahe der Ortschaft Wetlina mehrmals Gärten, Hinterhöfe

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Erwischt?

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28.06.2018 In den sozialen Medien macht ein Bild die Runde. Angeblich zeigt es, wie ein Wolf ausgesetzt wird. Besonders in Österreich wird der Fall heiß diskutiert: Na bitte – da habt Ihr’s! Nichts haben wir, sondern nur ein Fake der Wolfsgegner. An dem Bild fällt auf: Keiner der Akteure fotografiert mit Smartphone, sondern alle benutzen Kameras. Also ist die Geschichte wohl an die zehn Jahre alt. Die Kleidung erlaubt es, das Geschehen nach Italien zu verorten – im Hintergrund ist ein Forstmann in Uniform erkennbar. Und so ließ sich die Sache rasch klären. Es handelt sich tatsächlich um einen Wolf, der verletzt

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